Lunanet: Internet auf dem Mond?

Die NASA will zurück auf den Mond. Für eine sichere Navigation und Kommunikation soll ein spezielles Netzwerk entstehen: das Lunanet.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung des Mond-Dienstes Lunanet.
Eine künstlerische Darstellung des Mond-Dienstes Lunanet. (Bild: NASA / Reese Patillo)

Zukünftige Mondmissionen benötigen laut der NASA ein neues, robustes Kommunikations- und Navigationsnetzwerk. Lunanet könnte dabei das neue Mond-Internet werden. Besonders bei einer zunehmenden Missionsfrequenz könnte die bisherige Verbindungstechnik nämlich zum Problem werden. Bisher ist die Kommunikation zur Erde meistens auf ein Weltraumrelais oder eine bodengestützte Antenne auf der Erde angewiesen.

Ähnlich wie beim Internet auf der Erde soll ein Netzwerk entstehen, das einem eine stabile Verbindung garantieren soll, bei der man die Datenübertragung nicht im Voraus planen müsse. Im Falle einer Unterbrechung zwischen zwei Lunanet-Knoten ermöglicht DTN (Delay/Disruption Tolerant Networking) den Knoten, Daten zu speichern, bis der Pfad wieder frei ist. Das ist aber noch nicht alles.

Lunanet als umfassendes Nachrichtensystem?

Eine der Aufgaben des Lunanet soll die Bereitstellung von Navigationsdiensten auf dem Mond sein, und zwar ohne Abhängigkeit von Erddaten zu sein. Laut der stellvertretenden Leiterin für Technologie der Abteilung für Missionsplanung und Systemanalyse Cheryl Gramling soll das Netzwerk die erdunabhängige Navigation garantieren "und sicherstellen, dass bemannte und robotische Missionen ihre Positionen schnell und genau bestimmen und an ihre Planungssysteme weiterleiten können."

Zukünftige Missionen sollen auch Zugang zu Messungen erhalten, die für die Bestimmung der Umlaufbahn und den Betrieb von Leitsystemen erforderlich sind. Außerdem sollen den autonomen Rovern und Raumfahrenden bestimmte Dienste, wie beispielsweise Mond-Wetterdaten, die gefährliche Sonnenaktivitäten frühzeitig erkennen sollen, geliefert werden.

"Die Sicherheit und das Wohlergehen der Astronauten sind zentrale Anliegen der Artemis-Missionen", erklärte Cody Kelly, der Leiter des Büros für Such- und Rettungseinsätze für nationale Angelegenheiten ist. "Mithilfe der Navigationsdienste von LunaNet wird LunaSAR den Notrufsäulen der NASA Standortdaten liefern, falls es zu Unfällen kommt." Dafür soll der LunaSAR-Dienst anstehen, der die Such- und Rettungsfunktionen für den Mond bereitstellen soll.

Auch wissenschaftliche Beobachtungen auf dem Mond und darüber hinaus sollen ermöglicht werden. So könnten die LunaNet-Antennen unter anderem für Anwendungen wie die Radioastronomie eingesetzt werden, bei denen die Antennen tief in den Weltraum blicken und nach Radioemissionen von weit entfernten Himmelsobjekten suchen. Darüber hinaus möchten die Forscher mit ihnen Messungen auf dem Mond durchführen, die Basisbeobachtungen ermöglichen sollen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sharra 13. Okt 2021

Nein ist sie nicht. Du musst immer wissen, ob dein 'Lebenserhaltungssystem gerade wie...

PanicMan 13. Okt 2021

Absolut... Außerdem gibt es schon eine Studie wie die Starlink-Sateliten zur...

chefin 12. Okt 2021

Wie kommst du zu deinen Annahmen? Aktuell geht es drum ein Aufgabenheft zu erstellen...

magnolia 12. Okt 2021

Weil ich selber den NASA's Artemis Mission nicht überblicke, verwirren mich solche...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Grim Fandango
Toller Trip durch das Reich der Toten

Morbide und lustig: Grim Fandango war kein Erfolg und gilt trotzdem als Klassiker. Golem.de hat es erneut durchgespielt - und war wieder begeistert.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Grim Fandango: Toller Trip durch das Reich der Toten
Artikel
  1. Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
    Star Wars
    Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

    Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

  2. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

  3. Autonomes Fahren: Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt
    Autonomes Fahren
    Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt

    Landmaschinen ohne Fahrer, Traktoren, die mit Gesten gesteuert werden - autonome Systeme sollen in der Landwirtschaft gleich mehrere Probleme lösen.
    Ein Bericht von Werner Pluta

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /