Luna 25: Russische Mondmission ist am Freitagmorgen gestartet

Der Start der Luna-25-Mission war ein Erfolg. Jetzt will Russland am 21. August 2023 am Südpol des Mondes landen. Doch noch vor dem Start musste ein ganzes Dorf evakuiert werden.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Ein Screenshot der Live-Übertragung zum Raketenstart der russischen Mondmission Luna 25.
Ein Screenshot der Live-Übertragung zum Raketenstart der russischen Mondmission Luna 25. (Bild: Roskosmos / The Launch Pad Network)

Trotz jahrelanger Verschiebungen und Problemen im eigenen Land hat es Russland am frühen Freitagmorgen (11. August 2023) geschafft, seine Mondmission Luna 25 zu starten. Der Raketen-Launch erfolgte vom russischen Kosmodrom Wostotschny in der Amurregion im Osten Russlands. Um 9:11 Uhr Ortszeit hob die Sojus-2.1b-Rakete mit einer Minute Verspätung ab. In Deutschland war es da gerade einmal 1:11 Uhr (MESZ).

Ursprünglich sollte die Mission im Jahr 2012 zum Mond aufbrechen, die Pläne zur Mission wurden bereits 1997 vorgestellt. Doch es kam immer wieder zu Verzögerungen und in der Öffentlichkeit wurde es ruhig um die russischen Mondpläne. Mittlerweile ist die letzte erfolgreiche Mondlandung Russlands 47 Jahre her. Damals konnte die ehemalige Sowjetunion mit Luna 24 eine sanfte Landung auf der Mondoberfläche hinlegen. Ob es dem Missionsteam diesmal ebenfalls gelingen wird? Immerhin ist es neue Technik, es sind neue Ingenieure und damaliges Wissen könnte verloren gegangen sein. Golem.de hat ausführlich über die Mission berichtet.

Für den Start ging Russland auf Nummer sicher. Für den Launch evakuierten russische Behörden ein ganzes Dorf, da es in der Flugbahn der Sojus-Rakete lag. Bei einem Fehlstart – der nicht erfolgte – hätten Trümmerteile der Rakete auf die Siedlung stürzen können. Laut der deutschen Presseagentur dpa konnten die 18 Bewohnerinnen und Bewohner kurz nach dem Start wieder zurück in ihre Wohnungen. Der Raketenstart kann im nachfolgenden Youtube-Stream nachgeschaut werden.

Aufbruch zum Mond mit dem Wunsch, erfolgreich zu landen

Nun ist das Landegerät Luna 25 auf dem Weg zum Südpol des Mondes, um dort eine weiche Landung durchzuführen. Diese Region genießt unter Raumfahrtunternehmen und -behörden auf der gesamten Welt hohe Aufmerksamkeit.

Dort soll es Wassereis-Vorkommen geben, die nicht nur für mögliche Mondbasen der Amerikaner und ihrer Partner im Zuge des Artemis-Programms, sondern auch für die Chinesen und ihre Pläne zur Internationalen Mondbasis ILRS (International Lunar Research Station) – an der sich die Russen übrigens beteiligen wollen, wenn es um die Kooperation seit dem russischen Überfallkrieg auf die Ukraine auch leise geworden ist. Neben Mondbasen kann das Wassereis auch in seine Hauptbestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgeteilt werden und somit als Raketentreibstoff für Missionen zum Mars oder darüber hinaus dienen.

Mit dem erfolgreichen Start liefert sich Russland mit Indien und seiner Chandrayaan-3-Mission ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die nächste Mondlandung. Beide wollten ursprünglich am 23. August 2023 in der Südpolregion des Mondes landen – Russland soll nun aber schon am 21. August 2023 zur Mondlandung ansetzen. Wenige Tage darauf wird von Japan aus eine weitere Mission zum Mond aufbrechen: Auch Slim (Smart Lander for Investigating Moon; engl. intelligentes Landefahrzeug zur Untersuchung des Mondes) will auf dem Mond landen – ein begehrter Ort dieser Tage.

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