Lumia 2520: Nokias Windows-Tablet kommt im April für 600 Euro
Am 10. April 2014 will Nokia mit dem Verkauf des Lumia 2520(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland starten – rund vier Monate später als etwa in den USA. Erstmals vorgestellt wurde das Tablet im Oktober 2013. Der Listenpreis beträgt 600 Euro. Nokia selbst bezeichnet es als das erste Tablet des Herstellers und wird es auch kommende Woche auf der Cebit in Hannover zeigen. Das 10,1-Zoll-Display soll mit einer Helligkeit von 650 cd/cm auch in hellen Umgebungen noch gut ablesbar sein. Mit einer Tastaturhülle lässt sich das Tablet in ein Notebook verwandeln.

Das Lumia 2520 hat einen 10,1 Zoll großen IPS-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, der eine starke Entspiegelung aufweisen soll. Mittels Cornings Gorilla Glass 2 soll das Display vor Beschädigungen und Kratzern geschützt sein. Die Farben sind intensiv, ohne unnatürlich zu wirken; der Kontrast ist gut, wie wir beim ersten Ausprobieren bemerkten.

Im Tablet steckt Qualcomms Quad-Core-Prozessor Snapdragon 800, der mit einer Takrtrate von 2,2 GHz läuft. Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher beträgt 32 GByte und es gibt einen Steckplatz für Micro-SD-Karten. Auf der Rückseite des Gerätes hat Nokia eine 6,7-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Linsen und einer Anfangsblendenöffnung von f/1.9 eingebaut. Auf der Vorderseite befindet sich eine 2-Megapixel-Kamera für Videotelefonie.
Neben WLAN nach 802.11a/b/g/n unterstützt das Lumia 2520 auch mobile Netzwerkverbindungen. Zusätzlich zu Quad-Band-GSM und UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.800, 1.900 und 2.100 beherrscht das Tablet LTE auf den Frequenzbändern 2, 3, 4, 5, 7, 13, 17 und 20. Bluetooth läuft in der Version 4.0 LE, ein GPS-Modul mit Glonass-Unterstützung und ein NFC-Chip sind eingebaut. Das Lumia 2520 unterstützt Miracast und ist DLNA-fähig, zudem hat es einen Micro-HDMI-Ausgang.
Als Betriebssystem hat Nokia Windows RT 8.1 gewählt. Die abgespeckte Windows-8.1-Version für Geräte mit ARM-Prozessoren wird mittlerweile eigentlich nur noch von Microsoft verwendet . Microsoft Office und Outlook sind vorinstalliert.
Power Keyboard als Zubehör
Neben den bereits von Nokia bekannten Apps wie Here Maps ist auch die neue Funktion Storyteller auf dem Lumia 2520 installiert. Mit Storyteller werden Fotos und Videos übersichtlich auf einer Landkarte angezeigt und können zu einer chronologischen Bilderreise arrangiert werden. In der Karte mit den Fotos werden dem Nutzer gleichzeitig interessante Orte in der Nähe angezeigt. Mit dem Nokia Video Director können Videos auf dem Tablet geschnitten werden.
Der nicht ohne weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 8.000 mAh und soll eine Standby-Zeit von bis zu 25 Tagen im WLAN-Modus ermöglichen. Im Videobetrieb soll der Akku 11 Stunden lang durchhalten. Unter welchen Bedingungen diese Werte erreicht werden, ist nicht angegeben. Wird der Akku geladen, soll er innerhalb von einer Stunde bis zu 80 Prozent Akkustand erreichen.
Das Gehäuse des Lumia 2520 ist aus Polycarbonat und misst 267 x 168 x 8,9 mm. Die Ränder des Tablets sind abgeflacht. Das Gerät wiegt 615 Gramm und ist damit ähnlich schwer wie andere 10-Zoll-Tablets.
Power Keyboard kommt später und kostet 150 Euro
Als optionales Zubehör soll das Nokia Power Keyboard erst im Mai 2014 zum Preis von 150 Euro in den Verkauf gehen. Es ist ein Tastatur-Cover, das etwas dem Type Cover des Microsoft Surface ähnelt. Das Power Keyboard hat einen eingebauten Akku, der für 5 Stunden Extralaufzeit sorgen soll. Zudem hat das Cover ein kleines Touchpad und zwei USB-Anschlüsse.
Das Lumia 2520 wird in das Power Keyboard eingesteckt, über kleine Stiftkontakte kommt die Verbindung zustande. Mit einer nicht sichtbaren Magnetleiste wird das Tablet in seiner aufrechten Position gehalten, den Betrachtungswinkel kann der Nutzer jedoch nicht ändern. Die Tasten sind im Chiclet-Design, haben aber einen etwas weicheren Anschlag. Insgesamt ist die Tastatur so groß, dass damit gut Texte getippt werden können. Zudem ist die Hülle aufgrund des Akkus deutlich schwerer als beispielsweise das Tastaturcover des Surface-Tablets von Microsoft.
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