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Lumenisity: Microsoft kauft Hersteller von Glasfaserkabeln

Die Hohlkern-Glasfaserkabel von Lumenisity versprechen, Daten um 50 Prozent schneller zu übertragen und die Latenzzeit um ein Drittel zu senken. Das soll die Microsoft -Cloud stärken.
/ Achim Sawall
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Lumenisity hat den teuren Produktionsprozess der Kabel optimiert. (Bild: Lumenisity)
Lumenisity hat den teuren Produktionsprozess der Kabel optimiert. Bild: Lumenisity

Microsoft hat den britischen Hersteller von Hohlkern-Glasfaserkabeln Lumenisity gekauft. Das gab der Softwarekonzern am 9. Dezemebr 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Angaben zum Kaufpreis und den Konditionen der Übernahme wurden nicht gemacht.

Microsoft will Hollow Core Fiber (HCF) nutzen, um seine Cloudinfrastruktur zu optimieren und niedrigere Latenzen anzubieten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fasern, bei denen Laserlicht über Glas wandert, haben Hohlkernfasern innen luftgefüllte Kanäle. Der Mittelkanal, der von einem Ring aus Glasröhren umgeben ist, konnte in einem Versuch von Lumenisity mit dem US-Kabelnetzbetreiber Comcast im April 2022(öffnet im neuen Fenster) eine bis zu 33 Prozent geringere Latenz im Vergleich zu herkömmlichen Glasfasern bieten.

Hohlkernkabel hat bestimmte Vorteile

Lumenisity wurde im Jahr 2017 als Spin-Out des Optoelectronics Research Centre (ORC) an der University of Southampton gegründet, um technologische Neuerungen bei der Entwicklung von Hohlkern-Glasfasern am ORC marktfähig zu machen. Lumenisity Nanf und Coresmart sind die Marken des Unternehmens.

Eunetworks Fiber UK hatte im April 2021 erstmals Lumenisity-Kabel zwischen dem Unternehmen Interxion und der Londoner Börse kommerziell verfügbar eingesetzt. "Die Daten werden über das Hohlkernkabel um 50 Prozent schneller übertragen, was die Latenzzeit um ein Drittel senkt und eine Einsparung von 3 μs pro km bei der Hin- und Rückübertragung bedeutet" , erklärte Eunetworks Fiber.


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