Lulzsec-Festnahmen: Anonymous antwortet auf gehackter Website von Panda Security

"Sabu hat uns verpfiffen" , heißt es in einer Stellungnahme von Anonymous, das sich unter dem Namen "Antisec" zurückmeldet, einer Aktion, die Lulzsec im vergangenen Jahr wiederbelebt hat. "Verrat ist etwas, das nicht vergessen wird" , heißt es in der Stellungnahme weiter. Zudem solidarisieren sich die Absender mit ihren "gefallenen Freunden" von Lulzsec und Antisec, aber zugleich auch mit den Freiheitskämpfern in Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien.
Fast schon standesgemäß findet sich die Nachricht von Anonymous auf der gehackten Webseite pandalabs.pandasecurity.com(öffnet im neuen Fenster) von Panda Security. Dort hatte sich Luis Corrons, der Chef von Panda Securitys Forschungsabteilung Panda Security, zuvor unter der Überschrift "Where is the lulz now?" erfreut über die Festnahmen der Lulzsec-Mitglieder geäußert.

Corrons argumentierte, die Festnahmen seien sehr gute Nachrichten, zwar nicht das Ende von Anonymous, aber von Lulzsec. Anonymous, so Corrons, habe vor Lulzsec existiert und werde es auch nach Lulzsec tun, beschränke sich aber auf DDoS-Angriffe. Damit lag er ganz offenbar falsch, wie der Einbruch in den Server von Panalabs zeigt.
Dabei wurde nicht nur die Website verunstaltet, sondern auch Passwortdateien veröffentlicht.
Per Twitter hat Corrons den Einbruch in den Webserver bereits um 2:46 Uhr unserer Zeit bestätigt(öffnet im neuen Fenster) , aber bisher (Stand 8:00 Uhr) gelang es Panda ganz offenbar nicht, den Webserver wieder unter die eigene Kontrolle zu bringen.
Die Aussage von Anonymous, sie hätten die Antivirussoftware von Panda mit einer Backdoor versehen, weist Corrons zurück.



