Luga: Schüler entwickeln eigene Android-Spielekonsole aus Lego

Da sie kein Geld für eine Ouya haben, entwickeln Nico Quack und Kerem Özmen kurzerhand ihre eigene Android-Spielekonsole. Auf der Droidcon 2014 haben die beiden Schüler ihr Projekt vorgestellt und einen ersten Prototypen mit Lego-Gehäuse gezeigt.

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Nico Quack und Kerem Özmen präsentieren ihre Spielekonsole Luga
Nico Quack und Kerem Özmen präsentieren ihre Spielekonsole Luga (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Nico Quack und Kerem Özmen haben auf der Android-Entwicklerkonferenz Droidcon 2014 in Berlin ihre Android-Spielekonsole Luga vorgestellt. Seit November 2013 arbeiten die beiden Schüler an dem Projekt. Ausschlaggebend für die Entwicklung einer eigenen Android-Konsole war Geldmangel: Für eine Ouya hat das Geld nicht gereicht.

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Da Quack und Özmen, 12 und 15 Jahre alt, ihr Projekt momentan noch mit ihrem Taschengeld finanzieren, haben sie preiswerte Hardware ausgewählt. Als SoC kommt aktuell ein Rockchip RK3066 zum Einsatz, dessen zwei Kerne auf 1,6 GHz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß. Die Hardware ist auf einem fertigen Modul aufgebracht, das die Schüler im Internet gekauft und anschließend modifiziert haben.

  • Die Android-Spielekonsole Luga besteht aus einer Platine, die in einem Gehäuse aus Lego-Steinen steckt. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Die Platine läuft mit einem Rockchip RK3066. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Für die Anschlüsse gibt es Aussparungen im Gehäuse. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Die beiden Schüler Nico Quack und Kerem Özmen mit ihrer Android-Konsole Luga. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)
Die Android-Spielekonsole Luga besteht aus einer Platine, die in einem Gehäuse aus Lego-Steinen steckt. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

So haben sie beispielsweise eine bessere WLAN-Antenne angelötet. Auch einen Netzschalter haben sie eingebaut, um die durch ein USB-Netzteil mit Strom versorgte Platine bequem ein- und ausschalten zu können. Das Modul bietet einen Steckplatz für Micro-SD-Karten sowie eine USB-Buchse für den Anschluss eines externen Eingabegerätes wie einer Tastatur.

Gehäuse aus Lego-Steinen

Die Hardware ist momentan noch in einem Gehäuse aus bunten Lego-Steinen untergebracht. Quack und Özmen konnten bisher aus finanziellen Gründen noch kein eigenes Gehäuse produzieren lassen. Die beiden überlegen aber, ob das Lego-Gehäuse aufgrund des Bastelfaktors nicht ein Vorteil bei der Vermarktung sein könnte, wie Quack Golem.de in einem Interview verraten hat. Eine aktive Kühlung haben die beiden verworfen, nachdem sie merkten, dass der SoC auch bei längerer Benutzung nicht sonderlich warm wurde.

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Die Luga läuft momentan mit Android in der Version 4.2.2 alias Jelly Bean, aufgrund der besseren Bedienung verwenden die beiden den kostenlosen TV-Launcher aus Googles Play Store. Quack und Özmen sind aktuell auf der Suche nach Programmierern, die ihnen bei der Erstellung eines eigenen Launchers helfen - um das Programm komplett selbst zu schreiben, fehlen ihnen noch die nötigen Kenntnisse. Auch zum Programmierer des TV-Launchers haben die beiden Kontakt aufgenommen.

Bei einer Vorführung funktionierte die Konsole ohne Probleme, die Android-Version von Grand Theft Auto 3 lief ruckelfrei. Für die Bedienung verwenden Quack und Özmen aktuell einen Playstation-Controller von Sony. Pläne für ein eigenes Gamepad gibt es, bisher hatten die beiden allerdings nicht die finanziellen Möglichkeiten, um es herstellen zu können. Das Design soll sich an dem des Playstation-Controllers orientieren und ein großes Touchpad haben, um Android besser bedienen zu können.

Kontakte zu Programmierern gesucht

Quack und Özmen möchten ihre Spielekonsole über Crowdfunding finanzieren, Pläne für eine Kampagne bei Indiegogo gibt es bereits. Auf der Droidcon 2014 geht es den Schülern darum, Kontakte zu Programmierern herzustellen, die Tipps haben oder Hilfe anbieten können. Mit größeren finanziellen Mitteln versprechen sich die beiden, die Hardware ihres Produktes weiter verbessern zu können. Der angestrebte Preis soll inklusive Controller bei 70 Euro zuzüglich Steuern liegen.

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Dr.InSide 07. Jun 2014

Es ist schon Traurig, daß Sie hier eine solch unqualifizierte Antwort geben ... Zum...

skeks77 14. Mai 2014

Ist genau richtig.

ElMario 14. Mai 2014

Diese "Entwicklungskosten" von ca. 1000 Euro sprengen irgendwie die ganze (Hintergrund)Story.

Jonnie 12. Mai 2014

Ehm, ich will ja deine kleine Welt nicht zerstören, aber es gibt zu dem was die 2...

Jonnie 12. Mai 2014

HAHAHAHAHA, Bester: Mark Sackhaarberg :D :D :D ich krieg mich nicht mehr ein :D



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