Lufttaxi: Fliegendes Auto schwebt eine Minute

Noch ein fliegendes Auto, dieses Mal aus Japan: Die japanischen Unternehmen NEC hat gemeinsam mit dem Startup Cartivator ein fliegendes Auto entwickelt und getestet. Es soll in einigen Jahren als Serienprodukt auf den Markt kommen.
Das Flugauto ist jeweils knapp vier Meter lang und breit und etwas über einen Meter hoch. Es wiegt 150 Kilogramm. Angetrieben wird es von vier elektrischen Rotoren. Technische Details wie Motorleistung, Akkukapazität oder Reichweite sind nicht bekannt.
Der Test fand in einem Vorort der japanische Hauptstadt Tokio statt. Zwar hat Cartivator die Aufstiegserlaubnis der Behörden für das Flugauto . Aus Sicherheitsgründe fand der Test jedoch unbemannt und in einem großen Käfig statt – immerhin war der erste Prototyp von Cartivator vor zwei Jahren bei einem Testflug abgestürzt. Dieses Mal verlief jedoch alles reibungslos: Das Flugauto schwebte rund eine Minute lang in etwa drei Metern Höhe.
NEC wolle das Flugauto jedoch nicht selbst bauen, sagte Kouji Okada, der das Projekt beim Elektronikkonzern NEC leitet, der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Das werde Cartivator übernehmen. Ab 2026 soll das Flugauto in Serie produziert werden.
Japan sei ein dicht besiedeltes Land, sagte Okada. Fliegende Autos könnten dazu beitragen, die Belastung des Straßenverkehrs zu verringern. Die japanische Regierung fördert deshalb die Entwicklung von Flugautos und Lufttaxis. Das Land soll nach ihren Vorstellungen dort eine Führungsrolle übernehmen. Ab etwa 2023 sollen Waren per Flugauto ausgeliefert werden. In den 2030er Jahren sollen sie auch Passagiere befördern. Risikokapitalgeber haben bereits einen Drohnen-Fonds aufgelegt, aus dem Projekte mit unbekannten Fluggeräten im Allgemeinen und von Flugautos im Speziellen finanziert werden sollen.