Luftsicherheit: Drachenflieger gegen Paketdrohnen der Deutschen Post

Gleitschirm- und Drachenflieger sorgen sich um ihr Hobby und ihre Sicherheit, weil Quadcopter der Deutschen Post in ihrem Luftraum operieren, um Sendungen in entlegene Gebiete zu bringen. Die Tourismusbranche wehrt sich schon länger gegen die Drohnen.

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DHL Paketkopter 2.0 auf Juist
DHL Paketkopter 2.0 auf Juist (Bild: Nikolai Wolff/Fotoetage/DHL)

Ein Paketcopter, der Lieferungen zu entlegenen Kunden bringt, ist in den Augen der Gleitschirm- und Drachenflieger ein Sicherheitsrisiko. Gerade in schwach besiedelten Bergregionen könnte es zu Kollisionen kommen, warnen die Drachenflieger, die ihr Hobby gefährdet sehen.

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Im Touristenort Reit im Winkl in Oberbayern hat die Deutsche Post bereits Paketdrohnen getestet, die ihre Fracht zur Winklmoosalm transportieren. Sie legen die Lieferung in einer Kiste ab, die sich beim Anflug öffnet und nach der Ablage des Pakets wieder schließt.

Das nach Darstellung von DHL einmalige Forschungsprojekt wurde Ende März 2016 abgeschlossen. Nun beginnt die Auswertung der gewonnenen Daten. Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) findet die Entwicklung gar nicht gut, berichtet der Spiegel. Er vertritt nach eigenen Angaben 35.000 Gleitschirm- und Drachenflieger und hat nun Beschwerde beim Bundesverkehrsministerium eingereicht.

Der Verband sei nicht über die Versuche um den Aussichtsberg Hochfelln unterrichtet worden, obwohl er zu der meistgenutzten Region der Drachenflieger gehöre. Man wünsche sich künftig eine Beteiligung, sagt Björn Klaassen vom DHV. Dies versprach das Ministerium zwar vor wenigen Tagen, dennoch sieht Klaassen die weitere Entwicklung der Drohnen-Paketzustellung in den Bergen "mit großer Sorge", berichtet der Spiegel. Es gehe schließlich um geringe Höhen, in denen Sportflieger und Drohnen aufeinandertreffen können.

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Eine Kamera zur Orientierung des Drohnenpiloten werde nicht ausreichen, die Sicherheit zu verbessern. Notfalls müssten Flieger und Post-Drohnen mit Transpondern ausgerüstet werden, so der Verband.

Auch die Tourismusbranche vor Ort wollte den temporären Drohnenlandeplatz nicht. Die Betreiber von Hotels und Restaurants hatten sich Ende 2015 an die örtliche Verwaltung und eine Regionalzeitung mit Protestschreiben gewandt, weil die Packstation auf einer Fläche gebaut werden soll, die bisher landwirtschaftlich genutzt wird. Diese Flächen sollten eigentlich nur für touristische Belange genutzt werden, wurde den besorgten Tourismusunternehmen zugesagt.

Die Deutsche Post hatte im Herbst 2014 in einem Pilotversuch eine Apotheke auf der Nordseeinsel Juist per Drohnenflug mit Nachschub versorgt. Das von vier Rotoren angetriebene unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) konnte damals etwa 90 Minuten in der Luft bleiben und 1,2 kg Last tragen. Es legte die Strecke von zwölf Kilometern vom Festland zur Insel autonom zurück, wurde aber ständig von einer Bodenkontrolle überwacht und hätte notfalls manuell gesteuert werden können.

Ende 2013 brachte eine DHL-Drohne eine Lieferung mit Arzneimitteln über den Rhein in die Postzentrale.

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