Wissenschaftler mögen den Zeppelin

Die Wissenschaft ist - neben den Passagierfahrten - ein wichtiges Einsatzgebiet für die Luftschiffe aus Friedrichshafen. Während Fußballweltmeisterschaft 2006 beobachteten Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von einem Luftschiff aus die Verkehrsströme rund um das Stadion in Köln.

  • Der Zeppelin NT - das neue Luftschiff aus Friedrichshafen ist ein halbstarres Luftschiff. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Seine Struktur trägt Leitwerke, Gondel und die schwenkbar gelagerten Motoren, gibt dem Zeppelin aber nicht seine Form. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Zeppelin NT ist nicht leichter als Luft. Seine Motoren bringen ihn nach oben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Flugerlebnis unterscheidet sich sehr vom Flugzeug. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Gondel hat große Fenster, durch die ein Passagier die Landschaft unter sich hinwegziehen sieht. (Foto: Michael Häfner/Zeppelin)
  • In die Gondel passen 12 bis 13 Passagiere und 2 Piloten. (Foto: Achim Mende/Zeppelin)
  • Auch Wissenschaftler schätzen die Vorzüge des Zeppelins - hier 2012 im Projekt Pegasos. (Foto: Felix Kästle/FZ Jülich)
  • Außerdem dient der Zeppelin als Werbeträger. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Auch Wissenschaftler schätzen die Vorzüge des Zeppelins - hier 2012 im Projekt Pegasos. (Foto: Felix Kästle/FZ Jülich)
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Gleich mehrfach nutzten Wissenschaftler des Forschungszentrums (FZ) Jülich den Zepplin NT, aus dem sie für die Pan-European Gas-Aerosol-Climate Interaction Study (Pegasos) eine fliegende Forschungsstation machten. Ziel des europäischen Forschungsprojekts war, zu erforschen, wie chemische Vorgänge in der Atmosphäre die Erderwärmung beeinflussen. An dem Projekt beteiligten sich 26 Partner aus 15 Ländern.

Luftschiff sammelt Daten in zwei Kilometern Höhe

Während der Datensammlung schwebte der Zeppelin in etwa 2.000 Metern Höhe. Unter anderem wollten die Forscher herausbekommen, wie sich Aerosole und das Hydroxylradikal (OH-Radikal) in der Atmosphäre bilden. Letzteres hilft dabei, Schadstoffe wie Schwefeldioxid aus der Luft zu entfernen, in dem sie sie in wasserlösliche Substanzen wandelt, die der Regen dann mit nach unten nimmt. Da sich das OH-Radikal nur im Sonnenlicht bildet, musste ein Teil der Instrumente oben auf den Zeppelin montiert werden - das war möglich wegen der Trägerstruktur im Innern. Der Rest der Instrumente befand sich in der Gondel.

2012 war der Zeppelin NT dafür unter anderem in den Niederlanden und in Italien unterwegs. 2013 ging es in hohen Norden - über Dänemark und Schweden bis nach Finnland. Rund zwei Monate lang war das Luftschiff zum Datensammeln in Nordeuropa unterwegs. Um die Mission vorzubereiten, hatte das FZ Jülich den Zeppelin schon 2007 und 2008 eingesetzt - allerdings nur in Süddeutschland. In diesen beiden Jahren wurde die Ausrüstung für die beiden Pegasos-Missionen entwickelt und in der Praxis getestet.

Zeppelin soll Elektromotoren testen

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Möglicherweise wird das Luftschiff bald auch ein fliegender Prüfstand für Elektromotoren: Ein elektrisch betriebenes Luftschiff "ist durchaus eine Idee, und dafür habe ich auch Sympathie", sagt Brandt. Er suche deshalb nach Partnern, die ihre Antriebe in dem Luftschiff testen wollen. "Das probiere ich", sagt Brandt.

Doch trotz Wissenschaft und Passagieren: Wirtschaftlich ist die Luftschifferei nicht gerade.

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 Luftschiffe vom BodenseeMit Luftschifffahrt reich werden? 
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Auric 12. Aug 2015

Zitat Wikipedia: Eine Explosion ist der physikalische Vorgang des plötzlichen...

Missoni 12. Aug 2015

Also wenn man diese Zeppelin NT mit den alten vergleicht, dann merkt man das es nur ein...

Dwalinn 04. Aug 2015

Stimmt weil man lieber einen Zeppelin baut statt einfach einen Wetterballon zu nehmen...

Dwalinn 04. Aug 2015

Und den Rohstoff den der Drucker benötigt druckt man einfach?



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