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Luftschiff LEMV: US-Armee testet Spionage-Blimp

Erstflug für ein Spionageluftschiff: LEMV soll bis zu drei Wochen unbemannt in der Luft kreisen und spionieren. Der bemannte Erstflug fand in Lakehurst statt, dem Ort des großen Zeppelinunglücks.
/ Werner Pluta
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Hybridluftschiff LEMV: bemannt oder unbemannt (Bild: US-Armee)
Hybridluftschiff LEMV: bemannt oder unbemannt Bild: US-Armee

Blimp statt Drohne: Die US-Armee will künftig ein Luftschiff zur Aufklärung einsetzen. Long Endurance Multi-Intelligence Vehicle(öffnet im neuen Fenster) (etwa: Vehikel für multiple Langzeitaufklärung, LEMV) heißt das Luftfahrzeug, das vom US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman entwickelt und gebaut worden ist.

Drei Wochen

Der 91 Meter lange Blimp ist ein Hybridluftschiff(öffnet im neuen Fenster) , das sich sowohl durch ein Traggas, das leichter als Luft ist, als auch mit Hilfe von Tragflächen in der Luft hält. Gedacht ist das LEMV für Langzeiteinsätze: Bis zu drei Wochen soll es in der Luft bleiben können und dabei in Höhen von mehr als 6.700 Metern operieren. Seine Reichweite beträgt etwa 3.200 Kilometer.

Das LEMV soll über 1,2 Tonnen Nutzlast mit sich führen und dabei noch eine Geschwindigkeit von knapp 50 Kilometern pro Stunde erreichen. Als Nutzlast sind in erster Linie die unterschiedlichsten Spionagegeräte gedacht. Der LEMV könne aber auch als Transporter eingesetzt werden, erklärte K.C. Brown, ein leitender Mitarbeiter von Northrop Grumman, dem US-Technologiemagazin Wired(öffnet im neuen Fenster) .

Bemannter Test

Am Dienstag hat die US-Armee den ersten Test mit dem Blimp(öffnet im neuen Fenster) durchgeführt. 90 Minuten lang blieb das LEMV in der Luft. Dabei war das Luftschiff bemannt. Die Langzeiteinsätze sollen aber unbemannt durchgeführt werden. Der Flug war der Auftakt zu einer ganzen Testreihe. Sollte die erfolgreich verlaufen, könne der Blimp bereits 2013 in Afghanistan eingesetzt werden.

 
Video: Erstflug des LEMV

Der Test fand an einem historischen Ort statt: in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey. Dort war am 6. Mai 1937 der Zeppelin LZ 129(öffnet im neuen Fenster) bei der Landung in Flammen aufgegangen.


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