Luftraumsperrung: Transportflugzeug der Air Force muss überraschend umkehren
Ein Vorfall über dem südlichen Indischen Ozean hat ein Flugzeug der U.S. Air Force gezwungen, nach etwa zwei Stunden in der Luft umzudrehen. Der Vorfall ereignete sich am 19. August 2026(öffnet im neuen Fenster), nachdem ein Transportflugzeug vom Typ C-17 Globemaster vom Flughafen Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel mit Ziel McMurdo-Station in der Antarktis aufgebrochen war.
Der Grund für die ungeplante Rückkehr war eine Meldung der russischen Flugsicherungsgesellschaft, in der diese vor "Weltraumaktivitäten, die für den Flugverkehr auf dem Weg in die Antarktis potenziell gefährlich sein könnten" warnte. Dies teilte die zivile Luftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Authority of New Zealand) der neuseeländischen Nachrichtenagentur Stuff mit.
Grund der Luftraumwarnung unbekannt
Die US-Luftfahrtbehörde (FAA) gab am 10. August 2026 eine NOTAM (Notice to Airmen) für einen großen Luftraum über Australien und dem Indischen Ozean heraus, der als Melbourne Flight Information Region (YMMM) bekannt ist. In der Mitteilung hieß es, dass ab dem 14. August "russische Luft- und Raumfahrtaktivitäten stattfinden werden" und dass in mehreren Bereichen des riesigen YMMM-Luftraums möglicherweise mit Trümmern zu rechnen sei.
Um welche Luft- und Raumfahrtaktivitäten es sich handelte, ist unklar. Es könnte sich um herabfallenden Weltraumschrott handeln. Jedoch geben Regierungen auch regelmäßig ähnliche Warnungen heraus, wenn sie Waffen wie ballistische Raketen testen, die in großen Höhen fliegen. In der Regel werden solche Tests jedoch weit im Voraus geplant, was bedeutet, dass etwaige Warnungen bereits lange vor dem Start der C-17 der US-Luftwaffe herausgegeben worden wären.
Mehr abstürzender Weltraumschrott
Falls es sich tatsächlich um Weltraumschrott handelte, wäre dies kein Einzelfall. In den letzten Jahren wurden immer wieder Luftraumsperrungen wegen herabfallender Teile aus dem Weltraum ausgerufen.
Ein solcher Vorfall spielte sich etwa im November 2022 ab, als die Kernstufe einer chinesischen Langer-Marsch-5B-Rakete bei einem unkontrollierten Wiedereintritt über Spanien zur Erde stürzte. Vorsichtshalber wurden mehrere Luftraumsperrungen erteilt.
Ein weiterer Fall: Im Januar 2025 explodierte das Starship von SpaceX bei seinem siebten Testflug und ließ brennende Trümmer über dem Atlantik in der Nähe der Turks- und Caicosinseln niederregnen. Die FAA richtete eine Debris Response Area in der Nähe der herabfallenden Trümmer ein, was dazu führte, dass einige Flugzeuge aufgrund von Treibstoffmangel auf Ausweichflughäfen umgeleitet werden mussten.
Im selben Monat ergab eine in der Fachzeitschrift Scientific Reports(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte Studie eine Wahrscheinlichkeit von 26 Prozent für "einen unkontrollierten Wiedereintritt von Weltraumschrott in stark frequentierten Lufträumen" aufgrund des starken Anstiegs des Weltraumverkehrs in den letzten Jahren.
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