Lufthansa Flynet: Onboard-Internet in Flugzeugen über China verboten

Die Lufthansa kämpft mit Problemen mit ihrem Onboard-Internetdienst Flynet(öffnet im neuen Fenster) im chinesischen Luftraum. Lufthansa-Sprecher Michael Lamberty erklärte Golem.de, "dass wegen der noch nicht erteilten Sendelizenz im chinesischen Luftraum Flynet leider noch abgeschaltet werden muss. Im Mai 2012 wird sich das hoffentlich ändern."
Am vergangenen Wochenende wurde Onboard-Internet der Lufthansa auf den Japanstrecken aktiviert, vorher wurden auch Flüge in die USA, den Nahen Osten und Südamerika ausgestattet. 55 Flugzeuge haben Pico-Zellen.
Die Deutsche Telekom und Panasonic Avionics sind die Partner der Lufthansa für die Internetzugänge auf Interkontinentalflügen. Der japanische Konzern hatte das satellitengestützte System aufgebaut. Die Datenübertragungsrate liege bei maximal 5 MBit/s, gab die Telekom bei Beginn des Angebots im November 2010 bekannt.
Das Standardkreditkartenangebot für Flynet beträgt weiter 10,95 Euro für eine Stunde und 19,95 Euro für eine 24-Stunden-Pauschale, die der Kunde erwerben kann.
SMS an Bord schwieriger als gedacht
Die Lufthansa arbeitet weiter daran, während des Fluges die Übermittlung von SMS zu unterstützen. SMS-Funktionalität soll eine Pico-Zelle an Bord realisieren, genau wie bei Flynet. Dabei ist das Funknetz lokal, wodurch die Handys extrem schwach strahlen, weil die Basisstation in unmittelbarer Nähe ist. Bei Mobilfunknutzung im Flugzeug nimmt die Pico-Zelle die Signale auf und leitet sie über eine Außenantenne an einen Satelliten, der das Signal zu einer Mobilfunkstation weiterleitet. Doch der Prozess gestaltet sich schwieriger als erwartet, da von den Luftfahrtbehörden eine komplette Neuzulassung der so ausgestatteten Maschinen gefordert wird.