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Flugpassagier in den USA beim Self-Check-in: Gestresste Passagiere kaufen nicht ein.
Flugpassagier in den USA beim Self-Check-in: Gestresste Passagiere kaufen nicht ein. (Bild: Mike Simons/Getty Images)

Strenge Regulierung bremst Innovationen

Das kann zum Beispiel eine Wegbeschreibung zum richtigen Gate sein. "Viele Fluggäste verbringen viel Zeit damit, den Weg zu finden. Das stresst sie", sagt Bakker: "Gestresste Menschen geben aber weniger Geld aus." Und es sei ja kein Geheimnis, dass Flughäfen heute immer mehr zu Handelsunternehmen würden, die Ausgaben also entscheidend seien.

Unabhängig davon, welche Ideen sich am Ende dauerhaft durchsetzen werden, Sita-Manager Bakker ist sich in einem absolut sicher: "Fluggesellschaften können ihre Passagiere nicht länger als einen von drei Milliarden behandeln. Die Zeiten des 'One size fits all' sind vorbei." Deshalb sei es so wichtig, sich alle neuen Technologien auf Einsatzmöglichkeiten hin anzuschauen.

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Das gilt auch für Drohnen. So beschäftigen sich die Sita-Experten derzeit mit den Folgen eines Blitzeinschlags in Flugzeugen. Passiert das, muss die Maschine aufwendig und langatmig von Technikern auf mögliche Schäden untersucht werden. "Warum kann man nicht eine Drohne mit einer leistungsstarken Kamera einsetzen?", fragt Bakker: "Der Rechner kann dann die Bilder mit hinterlegten Fotos von intakten Flugzeugen vergleichen und so schnell mögliche Stellen finden, die sich die Fachleute dann genauer anschauen müssen." Das würde Zeit sowie Geld sparen und das Flugzeug nach einem Blitzeinschlag schneller wieder betriebsbereit machen.

Alles ist reguliert

Gerade diese Idee zeigt allerdings, welche Hürden neue Technologien und Ideen besonders in der Luftfahrt nehmen müssen. So ist der Einsatz von Drohnen an Flughäfen strengstens untersagt, und auch die Nutzung der unbemannten Fluggeräte bei der Suche nach Schäden müsste wohl erst durch Behörden genehmigt werden.

Alles ist reguliert, ohne vorherige Abnahme und Freigabe geht in der Luftfahrt nichts. Die Folge: Die im Flugzeug eingesetzte Technologie ist häufig schon veraltet, wenn sie eingebaut wird. Auf diese wachsende Herausforderung der Luftfahrtindustrie hatte Tom Enders, Chef von Airbus, schon auf der Computermesse Cebit vor zwei Jahren hingewiesen. "Mit einer sich alle zwei Jahre verdoppelnden Computerleistung wird die Innovationslücke zwischen Ihrer und meiner Industrie jeden Tag größer", sagte der Manager auf der Eröffnungsfeier der IT-Schau.

Selbst eine auf den ersten Blick banale neue Leselampe am Flugzeugsitz muss durch komplexe Prozesse freigegeben werden. "Die Anforderungen an neue Technologien im Flugzeug sind enorm hoch. Sie müssen nicht nur zuverlässig sein, sie müssen auch spezielle Bedingungen erfüllen etwa in puncto Entflammbarkeit", sagt Klaus Portmanns, der für Luftfahrt zuständige Manager beim Glas- und Lichtleiter-Spezialisten Schott in Mainz.

Für Bakker von Sita ist das aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: "Fliegen ist heute so günstig wie nie zuvor. Für den Preis von drei iPads kann man einmal rund um die Welt fliegen", sagt der Manager. Und fügt hinzu: "Umso wichtiger ist es, die Effizienz immer weiter zu erhöhen und das Angebot zu verbessern."

 Luftfahrt wird digital: Der Flug in die Zukunft

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Anonymer Nutzer 07. Dez 2015

Lufthansa hat da eine App für...

mxcd 07. Dez 2015

Ich kenne weniges, was mir so sehr auf den Keks geht, wie, mich auf der halben Reise so...

max030 07. Dez 2015

Gerade die First-Class Kunden sind doch die, die eher einen Aufstand machen, wenn sie...



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