Abo
  • Services:

Luftfahrt: Was Boeing der Kauf von Aurora Flight Sciences bringt

Senkrechtstarter, Lufttaxis, Elektroflugzeuge: Aurora Flight Sciences beschäftigt sich mit zukunftsträchtigen Technologien. Das dürfte der Grund sein, weshalb der Luftfahrtkonzern Boeing das eher unbekannte Unternehmen gekauft hat.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Lufttaxi von Aurora Flight Sciences: Uber will seinen Transportdienst erweitern.
Lufttaxi von Aurora Flight Sciences: Uber will seinen Transportdienst erweitern. (Bild: Aurora Flight Sciences)

Sie haben etwas, was wir wollen, und sie sind auch noch Konkurrenten: So in etwa mögen die Überlegungen im Hause Boeing gewesen sein, als die Entscheidung getroffen wurde, Aurora Flight Sciences zu übernehmen. Das 1989 gegründete Luftfahrtunternehmen ist eher wenig bekannt, hat aber einige innovative Technologien in Bereichen entwickelt, die als zukunftsträchtig gelten. Dazu gehören beispielsweise Senkrechtstarter, elektrisch angetriebene Flugzeuge, autonomes Fliegen oder der Einsatz neuer Fertigungsverfahren.

Stellenmarkt
  1. ESO Education Group, deutschlandweit (Home-Office möglich)
  2. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

Vor einigen Jahren etwa hat Aurora zusammen mit dem 3D-Drucker-Hersteller Stratasys eine Drohne mit verschiedenen 3D-Druck-Verfahren gebaut. Uber hat Aurora vor einigen Monaten beauftragt, 50 Lufttaxis zu bauen. Mit diesen unbemannten Fluggeräten will Uber künftig seinen Transportdienst erweitern.

Aurora entwickelt militärische und zivile Drohnen

Zu den Kunden von Aurora gehört auch die US-Regierung. So hat das Unternehmen im Auftrag der Defense Advanced Research Project Agency (Darpa), der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, diverse Drohnen entwickelt. Darunter war beispielsweise das Konzept einer mit Solarstrom betriebenen Drohne. Allerdings werden die Drohnen auch im zivilen Bereich eingesetzt, etwa in der Wissenschaft.

Mit seiner Technik hat Aurora Boeing auch schon einmal ausgestochen: Beide Unternehmen beteiligten sich am Projekt VTOL X-Plane, das die Darpa vor einigen Jahren ausgeschrieben hat. Das VTOL X-Plane ist ein experimenteller Senkrechtstarter (Vertical Takeoff and Landing Experimental Plane), der als Lufttransportvehikel der Zukunft dienen soll.

Lightning Strike flog im April 2016

Den Zuschlag erhielt Aurora: Das Unternehmen sollte den Prototypen eines unbemannten Wandelflugzeugs oder Convertiplanes bauen. Das sind Flugzeuge mit Schwenkflügeln, die für den Start und die Landung senkrecht gestellt und für den Horizontalflug in die Waagerechte gekippt werden. Im April vergangenen Jahres flog das etwas merkwürdig aussehende Fluggerät mit dem Namen Lightning Strike zum ersten Mal.

Senkrechtstarter gelten als wichtige Zukunftstechnik: Sie brauchen keine Landebahn und sind deshalb vielseitig einsetzbar - beim Militär, wie es die Darpa beabsichtigt, aber auch im zivilen Bereich: Hier geht es vor allem um - bemannte oder unbemannte - Lufttaxis, die künftig auf kurzen Strecken Passagiere transportieren sollen, beispielsweise vom Flughafen ins Hotel. Das arabische Emirat Dubai etwa plant, ab 2022 autonome Lufttaxis regulär einzusetzen.

Da die Lufttaxis vor allem im urbanen Raum eingesetzt werden sollen, müssen sie leise sein. Das ermöglicht ein Elektroantrieb, der zudem im Betrieb auch günstiger ist als ein Verbrennungsantrieb. Aurora verfügt über die Technik. Insofern ist das Kauf eine gute Investition in die Zukunft für Boeing. Zumal auch der große Konkurrent aus Europa in der Entwicklung von Hybrid- und Elektroflug und Lufttaxis aktiv ist.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Folgen Sie uns
       


Huawei Mate 20 Pro - Test

Das Mate 20 Pro ist Huaweis neues Topsmartphone. Es kommt wieder mit einer Dreifachkamera, die um ein Superweitwinkelobjektiv ergänzt wurde. Im Test gefällt uns das gut, allerdings ist die Kamera weniger scharf als die des P20 Pro.

Huawei Mate 20 Pro - Test Video aufrufen
Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
Job-Porträt Cyber-Detektiv
"Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

    •  /