Luftfahrt: Stratolaunch stellt Hyperschallflugzeug Talon-A vor

Statt Raketen soll das Riesenflugzeug von Stratolaunch Hyperschallfluggeräte starten. Einen Prototyp hat das Unternehmen fertiggestellt.

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Prototyp Talon TA-0: erster Flugtest in der zweiten Jahreshälfte 2022
Prototyp Talon TA-0: erster Flugtest in der zweiten Jahreshälfte 2022 (Bild: Domenic Moen/Stratolaunch)

Das größte transportiert das schnellste: Das US-Unternehmen Stratolaunch hat den Prototyp eines Hyperschall-Flugzeugs vorgestellt. Es soll vom Stratolaunch Carrier aus starten, dem aktuell größten Flugzeug der Welt.

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Talon-A wird ein unbemanntes, wiederverwendbares Fluggerät, das für Tests mit Hyperschallgeschwindigkeit gedacht ist. Es ist 8,5 Meter lang ist und hat eine Spannweite von 3,4 Metern. Das Trägerflugzeug Stratolaunch Carrier soll es in rund 10 Kilometer Höhe transportieren und ausklinken. Dann wird es sein eigenes Triebwerk zünden und auf fünffache Schallgeschwindigkeit beschleunigen.

Stratolaunch hat einen Prototyp sowie das System fertiggestellt, mit dem das Fluggerät am Stratolaunch Carrier befestigt wird. Der TA-0 hat allerdings noch kein Triebwerk. Damit will das Unternehmen den Transport sowie das Auslösesystem des Trägerflugzeugs testen.

TA-2 wird wiederverwendbar

Stratolaunch arbeitet nach eigenen Angaben bereits an zwei vollständigen Hyperschallfliegern: Der TA-1 soll nach Abschluss der Tests mit TA-0 erstmals fliegen. TA-2 schließlich soll das erste vollständig wiederverwendbare Hyperschalltestflugzeug des Unternehmens werden.

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Bei der Vorstellung des Konzepts im Jahr 2020 hatte Stratolaunch den Erstflug des Talon-A für 2022 angekündigt. Nach Verzögerungen geht das Unternehmen davon aus, dass der erste Flugtest mit dem TA-0 in der zweiten Jahreshälfte stattfinden kann. Das Unternehmen bemühe sich, im kommenden Jahr ein Testfluggerät für die Regierung sowie für kommerzielle Kunden bereitzustellen, sagte Stratolaunch-Chef Zachary Krevor.

Stratolaunch wurde 2011 von Paul Allen gegründet, einem der Gründer des Softwarekonzerns Microsoft. Ziel war es, mit Hilfe des Flugzeugs, das nach dem Riesenvogel aus der Geschichte um Sindbad Roc genannt wird, eine selbst entwickelten Trägerraketen ins All zu schießen. Im April 2019 flog der Stratolaunch Carrier zum ersten Mal.

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Nach Paul Allens Tod war die Zukunft unklar

Nach dem Tod von Paul Allen im Oktober 2018 war zunächst unklar, wie es mit Stratolaunch weitergehen würde. Die Entwicklung der Raketen wurde eingestellt. Im Oktober 2019 wurde das Unternehmen verkauft.

Im April vergangenen Jahres hat Stratolaunch das Flugprogramm mit Roc wieder aufgenommen. Der bislang letzte Flug, der fünfte, fand Anfang Mai statt. Dafür war die Aufhängung für den Talon zwischen Rocs beiden Rümpfen unter der Tragfläche montiert.

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