Luftfahrt: Stratolaunch entwickelt Hyperschallflieger

Auch ein neues Spaceshuttle-artiges Raumfahrzeug ist bei dem von Paul Allen gegründeten Unternehmen in Arbeit.

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Hyperschallflieger Talon-A: Start vom Stratolaunch Carrier oder aus eigener Kraft
Hyperschallflieger Talon-A: Start vom Stratolaunch Carrier oder aus eigener Kraft (Bild: Stratolaunch)

Das US-Unternehmen Stratolaunch wollte Raketen entwickeln, die es vom größten Flugzeug der Welt aus startet. Nach einer längeren Pause hat der neue Eigentümer bekanntgegeben, dass das Unternehmen zwei Hyperschall-Flugzeuge und ein Raumfahrzeug entwickelt. Das erste Hyperschall-Flugzeuge soll 2022 fliegen.

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Talon-A ist ein unbemanntes, wiederverwendbares Fluggerät, das für Tests mit Hyperschallgeschwindigkeit gedacht ist. Es ist 8,5 Meter lang ist und hat eine Spannweite von 3,4 Metern. Talon-A soll von dem Flugzeug Stratolaunch Carrier bis in rund 10 Kilometer Höhe transportiert und ausgeklinkt werden. Dann zündet es sein eigenes Triebwerk, das das Fluggerät auf mehrfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt. Möglich sein soll Mach 5 bis Mach 7.

Talon-A fliegt nur kurz mit Hyperschallgeschwindigkeit

Talon-A soll etwa eine Minute lang mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegen. Für den Flug kann es jeweils mit verschiedenen Sensoren ausgestattet werden, die Daten sammeln. Am Ende des Testflugs gleitet Talon-A zur Erde zurück. Ein Start mit dem Stratolaunch Carrier ist nicht zwingend nötig: Talon-A kann auch mit einem Raketentriebwerk von einer Rollbahn aus starten. Der Erstflug des Talon-A ist für 2022 geplant. Im Jahr darauf soll der kommerzielle Einsatz starten.

Neben dem Talon-A arbeitet Stratolaunch an einem zweiten Hyperschall-Fluggerät: Talon-Z soll größer werden. Black Ice soll ein wiederverwendbares Raumschiff werden, das für Missionen im Orbit gedacht ist. Anfangs soll es unbemannt Güter transportieren, später auch mit Besatzung an Bord fliegen. Das klingt, als beabsichtige Stratolaunch, damit Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS) zu fliegen. Technische Details über beide nennt das Unternehmen nicht, ebenso wenig, wann sie erstmals fliegen sollen.

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Black Ice sieht aus wie eine Mischung aus Boeings X-37B Orbital Test Vehicle (OTV) und Dream Chaser, mit dem das US-Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada Versorgungsflüge zur ISS plant. Als Stratolaunch 2015 das Konzept für den Stratolaunch Carrier vorstellte, war geplant, dass der Dream Chaser von dem Flugzeug aus startet.

Stratolaunch wurde 2011 von Paul Allen, einem der Gründer des Softwarekonzerns Microsoft, gegründet. Ziel war es, mit Hilfe eines gigantischen Flugzeugs Trägerraketen ins All zu schießen. Das Flugzeug soll die Raketen bis auf eine Höhe von 9 km bringen und dort aussetzen. Nach dem Ausklinken soll die Rakete dann ihre Triebwerke zünden und aus eigener Kraft ins All fliegen. Im April vergangenen Jahres flog der Stratolaunch Carrier zum ersten Mal.

Nach Paul Allens Tod war die Zukunft unklar

Nach dem Tod von Paul Allen im Oktober 2018 war zunächst unklar, wie es mit Stratolaunch weitergehen würde. Die Entwicklung der Raketen wurde eingestellt.

Im Oktober 2019 wurde das Unternehmen verkauft. Zunächst wurde der Käufer nicht genannt. Später wurde bekannt, dass das US-Investmentunternehmen Cerberus Capital Management der Käufer ist. Er will die Flüge mit dem Stratolaunch Carrier im Herbst wieder aufnehmen.

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