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Luftfahrt: Nasa und Boeing wollen effizientere Flugzeuge entwickeln

Das Verkehrsflugzeug der Zukunft soll dank neuartiger Tragflächen und anderer Entwicklungen viel effizienter sein als heutige Flugzeuge .
/ Werner Pluta
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Künstlerische Darstellung von Flugzeugen mit Transonic Truss-Braced Wings (Bild: Boeing)
Künstlerische Darstellung von Flugzeugen mit Transonic Truss-Braced Wings Bild: Boeing

Die Luftfahrt soll sauberer werden: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat den US-Luftfahrtkonzern Boeing beauftragt, ein Flugzeug zu entwickeln, das weniger Schadstoffe emittiert als heutige Verkehrsflugzeuge.

Boeing soll ein Demonstrationsflugzeug in Originalgröße bauen, das wesentlich effizienter ist als ein herkömmliches Verkehrsflugzeug. Es werde ein Standardrumpfflugzeug, englisch Single Aisle Airliner, weil die Flotten der Fluggesellschaften weltweit meist aus diesem Typus bestünden und Standardrumpfflugzeuge aufgrund ihrer starken Nutzung fast die Hälfte der weltweiten Emissionen in der Luftfahrt ausmachten, teilte die Nasa mit(öffnet im neuen Fenster) .

Das Flugzeug wird auf Boeings Transonic-Truss-Braced-Wing-Konzept(öffnet im neuen Fenster) basieren. Das sind besonders lange, dünne Tragflächen, die durch diagonale Streben stabilisiert werden. Da diese Tragflächen einen geringeren Luftwiderstand haben, soll ein solches Flugzeug wesentlich effizienter sein und damit deutlich weniger Treibstoff als ein herkömmliches verbrauchen.

Flugzeuge sollen 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen

Diese Tragflächentechnik soll mit weiteren Neuerungen in der Antriebstechnik, bei Werkstoffen sowie in der Systemarchitektur kombiniert werden. Ziel der Nasa ist, auf diese Weise den Treibstoffverbrauch und damit die Schadstoffemissionen um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu den derzeit effizientesten Standardrumpfflugzeugen zu senken.

Die Nasa stellt für das Projekt Sustainable Flight Demonstrator über einen Zeitraum von sieben Jahren 425 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die Partner werden etwa 725 Millionen US-Dollar beisteuern. Der Prototyp soll Ende des Jahrzehnts fertig sein.

"Die Nasa war von Anfang an bei Ihnen, wenn Sie geflogen sind. Die Nasa hat es gewagt, weiter, schneller und höher zu fliegen. Dadurch hat die Nasa die Luftfahrt nachhaltiger und zuverlässiger gemacht" , sagte Nasa-Chef Bill Nelson. "Unser Ziel ist, dass die Partnerschaft zwischen der Nasa und Boeing zum Bau und Test eines Demonstrators in Originalgröße dazu beiträgt, dass künftige Verkehrsflugzeuge effizienter werden. Das soll der Umwelt, der kommerziellen Luftfahrtindustrie und den Passagieren weltweit zugutekommen." Diese Technologien könnten bereits im kommenden Jahrzehnt in neuen Verkehrsflugzeugen eingesetzt werden.


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