Abo
  • Services:
Anzeige
Testflugzeug mit verformbaren Tragflächen: 22 Flüge in 6 Monaten
Testflugzeug mit verformbaren Tragflächen: 22 Flüge in 6 Monaten (Bild: Nasa)

Luftfahrt: Nasa testet verformbare Tragflächen

Testflugzeug mit verformbaren Tragflächen: 22 Flüge in 6 Monaten
Testflugzeug mit verformbaren Tragflächen: 22 Flüge in 6 Monaten (Bild: Nasa)

Die Landeklappe hat möglicherweise ausgedient: Verformbare Flügelhinterkanten könnten ihre Aufgaben übernehmen. Das soll Flugzeuge leichter machen und Treibstoff sparen - ganz neu ist die Technik indes nicht.

Anzeige

Das Flugzeug der Zukunft hat möglicherweise flexible Flügel: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat zusammen mit der US-Luftwaffe und dem Unternehmen Flexsys ein neuartiges Querruder entwickelt, das Flugzeuge effizienter und leiser machen soll.

Adaptive Compliant Trailing Edge (ACTE) - übersetzt etwa: anpassungsfähige, nachgebende Hinterkante - heißen die neuartigen Leitwerke. Sie bestehen aus einem Verbundwerkstoff und sind elastisch. Mit Hilfe von Seilzügen werden sie verformt und steuern so das Flugzeug um die Längsachse.

Nasa stellt das Testflugzeug

Entwickelt wurden die elastischen Leitwerke vom Air Force Research Laboratory (AFRL) und dem in Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan ansässigen Unternehmen Flexsys. Die Arbeiten begannen im Jahr 1998, seit 2009 ist die Nasa an dem Projekt beteiligt. Die Raumfahrtbehörde stellt auch das Versuchsflugzeug, eine Gulfstream III des US-Flugzeugherstellers Gulfstream Aerospace.

Die Gulfstream III wurde mit den neuartigen Leitwerken ausgestattet: Im vergangenen halben Jahr ist das Testteam der Nasa in Edwards im US-Bundesstaat Kalifornien 22-mal damit geflogen. Die Tests seien erfolgreich abgeschlossen worden, teilte die Nasa mit. Während der Testflüge wurden die Leitwerke um bis zu 30 Grad verformt.

Tests verliefen ohne große Probleme

"Wir freuen uns, dass wir unsere Testziele ohne nennenswerte technische Probleme erreicht haben", sagte Pete Flick, Leiter des Programms beim AFRL. Die Flüge schlössen eine 17-jährige Entwicklung ab. "Die Technik ist jetzt dazu bereit, die Effizienz von Flugzeugen der Luftwaffe, aber auch in der zivilen Luftfahrt erheblich zu verbessern."

Wing-Warping, auf Deutsch Flügelverwindung nennt sich das - und es ist beileibe keine neue Technik. Sie stammt sogar aus der Frühzeit der Fliegerei: Der Wright Flyer hatte keine Querruder - die Gebrüder Orville und Wilbur Wright steuerten das erste Motorflugzeug durch Verwindung der Tragflächen.

Flugzeuge können nachgerüstet werden

Die verformbaren Flügel sollen künftig die herkömmlichen Querruder ersetzen. Dadurch soll das Gewicht des Flugzeugs verringert werden. Sie sollen zudem eine Verbesserung der Aerodynamik der Tragfläche ermöglichen. Dadurch wiederum soll ein Flugzeug weniger Treibstoff verbrauchen sowie leiser starten und landen.

Mit den Leitwerken sollen neu entwickelte Flugzeuge ausgestattet werden. Es ist laut Nasa aber auch möglich, vorhandene Flugzeuge damit nachzurüsten.


eye home zur Startseite
johnsonmonsen 29. Apr 2015

Hallo Desertdelphin, es gab die X-53, da wurde experimentell schon mit fast der ganzen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WSW mobil GmbH, Wuppertal
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
  4. über DOWERK Fach- und Führungskräfte, deutschlandweit


Anzeige
Top-Angebote
  1. 359,00€ statt 570,00€
  2. Alte PS4 inkl. Controller + 2 Spiele + 99,99€ = PlayStation 4 Pro (1TB) | +++ACHTUNG+++ Man kann...
  3. 13,99€

Folgen Sie uns
       


  1. SUNET

    Forschungsnetz erhält 100 GBit/s und ROADM-Technologie

  2. Cisco

    Kontrollzentrum verwaltet Smartphones im Unternehmen

  3. Datenschutz

    Facebook erhält weiterhin keine Whatsapp-Daten

  4. FTTH

    Telekom will mehr Kooperationen für echte Glasfaser

  5. Open Data

    OKFN will deutsche Wetterdaten befreien

  6. Spectrum Next

    Voll kompatible Neuauflage des ZX Spectrum ist finanziert

  7. OmniOS

    Freier Solaris-Nachfolger steht vor dem Ende

  8. Cybercrime

    Computerkriminalität nimmt statistisch gesehen zu

  9. Red+ Kids

    Vodafone führt Tarif für Kinder unter zehn Jahren ein

  10. Quantencomputer

    Alleskönner mit Grenzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  2. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  3. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro
  2. Elektroauto Volkswagen I.D. Crozz soll als Crossover autonom fahren
  3. Sportback Concept Audis zweiter E-tron ist ein Sportwagen

DLR-Projekt Eden ISS: Das Paradies ist ein Container
DLR-Projekt Eden ISS
Das Paradies ist ein Container
  1. Weltraumschrott "Der neue Aspekt sind die Megakonstellationen"
  2. Transport Der Güterzug der Zukunft ist ein schneller Roboter
  3. "Die Astronautin" Ich habe heute leider keinen Flug ins All für dich

  1. Re: Google, DARPA, Facebook...

    Fotobar | 18:20

  2. mydealz.de

    DY | 18:20

  3. Re: Noch mehr unfreiwilliger Seelen-Striptease!

    Fotobar | 18:17

  4. Re: Niemand hat die Absicht, Ihre Gedanken zu...

    Fotobar | 18:14

  5. Re: In dem Alter brauchen die kein Handy.

    das_mav | 18:12


  1. 18:14

  2. 17:47

  3. 16:19

  4. 16:02

  5. 15:40

  6. 14:51

  7. 14:17

  8. 13:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel