Luftfahrt: Hamburg und Rotterdam wollen Wasserstoffflugzeug einsetzen
Hamburg und Rotterdam haben die Einrichtung einer Flugverbindung zwischen den beiden Hafenstädten beschlossen. Auf der Route sollen Flugzeuge fliegen, die mit Wasserstoff betrieben werden.
Die beiden Städte wollen die Machbarkeit einer solchen Flugverbindung prüfen, wie sie auf der Pariser Luftfahrtmesse vereinbart haben. Dazu gehört auch, die nötige Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. Der Start für die wasserstoffbetriebene Flugroute ist für das Jahr 2026 anberaumt.
"Hamburg und Rotterdam sind beides Zentren der Luftfahrtforschung im Bereich Wasserstoff, so dass diese Partnerschaft ideal ist, um zu eruieren, was nötig ist, um Flugrouten für Wasserstoffflugzeuge einzurichten" , sagte Ralf Gust, Geschäftsführer des Clusternetzwerks Hamburg Aviation(öffnet im neuen Fenster) . "Als eine der ersten Kooperationen dieser Art in Europa zeigt diese spannende Initiative die Absicht zweier europäischer Flughäfen, den Weg zu einer Flugroute für wasserstoffbetriebene Flugzeuge zu beschreiten und die Schritte zu erforschen, die notwendig sind, um diese Idee umzusetzen."
Hamburg setzt auf Wasserstoff
Hamburg setzt schon seit einigen Jahren auf den Energieträger Wasserstoff. Auf Initiative des ehemaligen Wirtschaftssenators Michael Westhagemann wurde zusammen mit anderen Nordländern der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen . Dazu gehört beispielsweise, einen 100-Megawatt- Elektrolyseur zu bauen .

Die Hansestadt ist zudem einer der Standorte des Luftfahrtkonzerns Airbus, der an mehreren wasserstoffbetriebenen Flugzeugen arbeitet . Dazu gehören Maschinen, deren elektrische Triebwerke von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt werden. Dazu gehört aber auch ein Strahltriebwerk, das mit Wasserstoff betrieben wird.
Airbus hat nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) gerade zusammen mit dem Triebwerkshersteller Safran das Konzept eines Systems zur Aufbereitung von Wasserstoff für eine Flugzeug-Gasturbine getestet. Dabei ist der vollständige Prozess erprobt worden, von der Speicherung des flüssigen Wasserstoffs bei minus 253 Grad Celsius über die Aufbereitung für die Verbrennung und die Verbrennung selbst bis hin zum Ausstoß der verbrannten Gase.
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Für den Start der Flugverbindung zwischen Hamburg und Rotterdam werden die wasserstoffbetriebenen Airbusse jedoch noch nicht bereitstehen. Der Konzern rechnet damit, dass sie 2035 einsatzbereit sind.
Alternativ könnte auf der Route die 19-sitzige Dornier 228 eingesetzt werden, die von dem britisch-amerikanischen Unternehmen Zeroavia mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet wurde , und später die deutlich größere Bombardier Dash 8-400 . Eine kleinere Version, eine Dash 8-300 ist von dem US-Unternehmen Universal Hydrogen umgerüstet worden.
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