Mach mit Luxus

Ende 2018, so plant das US-Luftfahrtunternehmen Spike Aerospace, soll die Überschallpassagiermaschine S-512 in die Produktion gehen. Das Flugzeug ist 40 Meter lang und hat eine Spannweite von etwa 18 Metern. Auch dieses Flugzeug ist nicht für den Massentransport gedacht: 12 bis 18 Passagiere können in der luxuriösen Maschine mitfliegen.

Sie kommen schnell an ihr Ziel: Die Höchstgeschwindigkeit soll bei Mach 1,8 liegen, das sind etwa 2.200 km/h, die Reisegeschwindigkeit bei Mach 1,6 oder 1.960 km/h. Das ist etwa doppelt so schnell wie ein konventionelles Verkehrsflugzeug. Um das Luftfahrzeug so effizient wie möglich zu gestalten, wurde sehr auf den Luftwiderstand geachtet - und deshalb auf Fenster verzichtet.

  • Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)
  • Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)
  • Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)
  • Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)
  • Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)
Spike Aerospace S-512 (Bild: Spike Aerospace)

Damit die Reisenden dennoch nicht auf den Blick aus luftiger Höhe verzichten müssen, haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen: Die Kabinenwände sind mit Bildschirmen ausgekleidet. In den Rumpf des Flugzeugs sind Kameras eingelassen, die den Blick nach unten einfangen und die Bilder dann auf die Displays schicken.

Aerion AS2

Noch ein Konzept hingegen ist die AS2 von Aerion Supersonic aus Reno im US-Bundesstaat Nevada. Nichols' Unternehmen hat den aktuellen Entwurf im Mai bei einer Luftfahrtmesse in Genf vorgestellt. Das Flugzeug ist knapp 50 Meter lang und hat eine Spannweite von 21 Metern. Damit ähnelt es von der Form mit dem kurzen Tragflächen und der langen, spitzen Nase schon sehr der Concorde - anders als die Gulfstream, die aussieht wie ein herkömmliches Flugzeug.

Aerion hat die Form der Tragflächen modifiziert. Dadurch werde der Luftwiderstand deutlich geringer, erklärt das Unternehmen. Die AS2 wird etwas langsamer fliegen als die S-512: Sie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 1,6. Die Reisegeschwindigkeit soll Mach 0,95 über Land und Mach 1,4 über dem Meer betragen. Ein Flug mit der AS2 von Chicago nach Frankfurt werde etwa fünf Stunden dauern, sagt der Hersteller.

  • Die AS2 von Aerion Supersonic ist noch ein Konzept. (Bild: Aerion Supersonic)
  • Das Flugzeug soll soll bis zu Mach 1,6 erreichen. (Bild: Aerion Supersonic)
  • Das Flugzeug soll in nur fünf Stunden von Chicago nach Frankfurt fliegen. (Bild: Aerion Supersonic)
  • In einer AS2 sollen 11 Passagiere Platz finden. (Bild: Aerion Supersonic)
  • Das Innere ist luxuriös gestaltet. (Bild: Aerion Supersonic)
Die AS2 von Aerion Supersonic ist noch ein Konzept. (Bild: Aerion Supersonic)

Aerion hatte auch vorher schon an dem Überschallflugzeug gearbeitet. Die früheren Entwürfe sahen aber ein kleineres Flugzeug vor. Das Ergebnis der Umfrage veranlasste das Unternehmen aber, es zu vergrößern und mit einem dritten Triebwerk auszustatten. Die AS2 soll elf Passagiere befördern können. Bis es so weit ist, wird es aber noch dauern: In fünf Jahren könnte ein Prototyp fertig, die Zertifizierung könnte Anfang des kommenden Jahrzehnts abgeschlossen sein. Dennoch lägen Aerion schon 50 Vorverträge vor, sagte Nichols.

Aber nicht nur jenseits des Atlantiks, auch in Europa wird an Überschallflugzeugen gearbeitet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Luftfahrt: Die Rückkehr der ÜberschallfliegerSchneller als der Schall in Europa 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Karl-Heinz 23. Mai 2021

Das durchschnittliche Gewissen eines Innenministers? *ba-dumm-tss*

schueppi 20. Nov 2015

Bei Privatjets oder Firmen welche Chartermaschinen anbieten werden andere Terminals...

Guardian 30. Jul 2014

Das einzig sinnvolle was ich mir hier vorstellen könnte, wäre ein "Flugzeug" das in den...

S-Talker 29. Jul 2014

in den nächsten 20 Jahren. Das macht Sinn. Bei Passagierzahlen von 1 bis 18 und ggf auch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
O.MG Cable im Test
Außen USB-Kabel, innen Hackertool

Das O.MG Cable kommt wie ein Standard-USB-Kabel daher. Dass es auch ein Hackertool ist, mit dem sich gruselige Dinge anstellen lassen, sieht man ihm nicht an. Obendrein ist es auch noch leicht zu bedienen.
Ein Test von Moritz Tremmel

O.MG Cable im Test: Außen USB-Kabel, innen Hackertool
Artikel
  1. Entlassungen: Vodafone Deutschland will nicht mehr giga sein
    Entlassungen
    Vodafone Deutschland will nicht mehr giga sein

    Vodafone hat den Stellenabbau in Deutschland bestätigt. Ziel sei ein Unternehmen, dem man wieder vertrauen könne, sagt der neue Chef.

  2. Stormbreaker: Smarte Gleitbombe priorisiert Ziele
    Stormbreaker
    Smarte Gleitbombe priorisiert Ziele

    Raytheon hat einen Millionenauftrag zur Herstellung von 1.500 computergesteuerten Gleitbomben des Typs Stormbreaker für die US-Luftwaffe erhalten.

  3. Weltgrößter Kabelnetzbetreiber: Liberty Global legt sich nicht auf DOCSIS 4.0 fest
    Weltgrößter Kabelnetzbetreiber
    Liberty Global legt sich nicht auf DOCSIS 4.0 fest

    In den USA sind die Kabelnetzbetreiber sehr schnell mit dem DOCSIS 4.0 Rollout. Liberty Global hält sich Glasfaserüberbau und den neuen Standard gleichermaßen offen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Nur noch heute: Amazon Frühlingsangebote • MindStar: MSI RTX 4080 1.249€, Powercolor RX 7900 XTX OC 999€ • Fernseher Samsung & Co. bis -43% • Monitore bis -50% • Bosch Prof. bis -59% • Windows Week • Logitech bis -49% • Alexa-Sale bei Amazon • 3 Spiele kaufen, 2 zahlen [Werbung]
    •  /