Luftfahrt: Der Hamburger Hafen wird zum Reallabor für Drohnen

Im Hamburg soll getestet werden, wie Drohnen auch außer Sichtweite des Piloten eingesetzt werden können, ohne Flugzeuge zu gefährden.

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Drohnen sollen künftig auch außer Sichtweite des Piloten sicher fliegen.
Drohnen sollen künftig auch außer Sichtweite des Piloten sicher fliegen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wie können unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) mit bemannten sicher interagieren? Diese Frage ist wichtig, wenn beide zusammen im gleichen Luftraum agieren sollen. In Hamburg soll das künftig getestet werden.

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Im Hafen der Hansestadt soll in den kommenden Monaten das erste Testfeld für einen Drohnen-Luftraum in Deutschland entstehen. Das Projekt ist eine Kooperation der Deutschen Flugsicherung (DFS) und des Unternehmens Droniq, einem Joint Venture von DFS und der Deutschen Telekom.

Für eine sichere Koordinierung zwischen bemanntem und unbemanntem Flugverkehr wird ein eigenes Verkehrssystem für die Drohnen eingerichtet, der sogenannte U-Space. Entwickelt wurde er von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (European Union Aviation Safety Agency, Easa).

Im U-Space gibt es spezielle Regeln und Verfahren, um den Drohnenverkehr zu regeln. Das soll es ermöglichen, Drohnenflüge schnell, sicher und ohne großen Verwaltungsaufwand durchzuführen, auch außerhalb der Sichtweite des Piloten.

Der USSP vergibt Fluggenehmigungen

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So soll es möglich sein, UAVs für Transporte einzusetzen, um Baustellen oder Trassen aus der Luft zu inspizieren. Ein sogenannter U-Space Service Provider (USSP) übernimmt die Koordination: Der ist Ansprechpartner für die Drohnenpiloten, informiert die Piloten über den aktuellen bemannten und unbemannten Flugverkehr sowie über etwaige Luftraumbeschränkungen und vergibt Fluggenehmigungen.

Im Hamburger Hafen entsteht derzeit ein U-Space Reallabor, in dem das System in der Praxis getestet wird. Die Aufgaben des USSP wird dort Droniq übernehmen. Das Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit einer halben Million Euro.

"Durch den U-Space lässt sich künftig auch im urbanen Raum das volle Potenzial der Drohne in einem vorgegebenen Rahmen nutzen", sagte Droniq-Chef Jan-Eric Putze. "Für den unbemannten Flugverkehr ist das ein Meilenstein. Wir sind stolz darauf, erstmals zu zeigen, wie diese Zukunft aussehen kann."

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