Luftfahrt: Boeing darf Klappflügel einsetzen
Starterlaubnis für Boeings Innovation bei den Tragflächen: Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat die klappbaren Spitzen an den Tragflächen des Verkehrsflugzeuges Boeing 777x zugelassen. Sie verringern am Boden die Spannweite des Flugzeugs.
Die 2014 vorgestellte Boeing 777x ist derzeit das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug. Es hat eine Spannweite von 72 Metern. Das ist mehr als das Verkehrsflugzeug Boeing 747(öffnet im neuen Fenster) – und zu breit für die Standard-Gates auf den Flughäfen. Boeing hat deshalb Flügel aus einem Leichtbau-Verbundwerkstoff entwickelt, deren Spitzen hochgeklappt werden können. Damit reduziert sich die Spannweite auf 65 Meter.
Ein solcher Mechanismus ist etwas vollkommen Neues in der zivilen Luftfahrt. Beim Militär werden solche Flügel schon lange eingesetzt, damit mehr Flugzeuge auf dem Hangardeck eines Flugzeugträgers Platz haben. Für die Boeing 777x(öffnet im neuen Fenster) hat die FAA eigene Standards erstellt. So muss unter anderem sichergestellt sein, dass die Tragflächenspitzen im Flug nicht hochklappen. Dafür sorgt ein Verriegelungsmechanismus. Außerdem verfügt das Flugzeug über Warnsysteme, die den Piloten darauf aufmerksam machen, wenn die Tragflächen vor dem Start nicht ausgeklappt sind.

Am Boden verringert der Pilot die Spannweite des Flugzeugs, wenn er das Gate ansteuert. So kann die Boeing 777x auf jedem Flughafen abgefertigt werden. Das ist ein Vorteil gegenüber dem europäischen Konkurrenten Airbus: Dessen Jet A380 – das aktuell größte Verkehrsflugzeug – passt mit seiner Spannweite von knapp 80 Metern nicht an die Standard-Gates. Die Flughäfen mussten deshalb für das Großraumflugzeug eigene Gates bauen.
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