Luftbildvermessung: Apple will mit Drohnen seine Karten verbessern

Apple will laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) künftig Drohnen über Städte fliegen und Straßen vermessen lassen, um Apple Maps genauer und aktueller zu machen. Dazu baue Apple eine entsprechende Abteilung in Seattle auf. Seattle ist auch der Sitz Amazons, wo mit Prime Air ebenfalls im Bereich Drohnen geforscht wird. Einige Teammitglieder sollen dem Bericht zufolge bereits zu Apple gewechselt sein.
Apple soll sich im Frühjahr 2016 um eine Lizenz der US-Luftfahrtbehörde FAA bemüht haben, damit das Vorhaben auf rechtlich sicherer Basis stehe. In den USA gilt ein Überflugverbot von Drohnen über Gebäude und Personen. Kommerzielle Lieferdienste sind bis auf wenige Erprobungsgebiete verboten .
Apple nutzt wie Google Autos mit Kameras , um genaueres Kartenmaterial anzufertigen. Laut Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) vom Juli 2016 hat Apple in Berlin eine Niederlassung zur Verbesserung seines Kartendienstes Maps gegründet - ein " geheimes Labor ". Berlin habe sich als Standort geeignet, weil dort das Unternehmen Here seinen Sitz habe, das ebenfalls digitale Kartenprodukte entwickelt. Apple soll von diesem Unternehmen viele Mitarbeiter abgeworben haben, hat aber auch in der eigenen Jobbörse(öffnet im neuen Fenster) Angebote eingestellt.
Apple hatte 2012 seine eigene Maps-Lösung vorangetrieben, die allerdings zunächst aufgrund schlechter Umsetzung und veralteter Daten so fehlerhaft war, dass sich Apple-Chef Tim Cook in einem offenen Brief für die schlechte Karten-App von iOS 6 entschuldigen musste und sogar Alternativen von Microsoft, Nokia und Google empfahl. Die Qualität wurde seitdem deutlich gesteigert.