Alcatel-Lucent: Wie mehr als 100 MBit/s über bestehende Kupferkabel gehen
Alcatel-Lucent erzählt, wie mit VDSL2, Bonding und Phantom Mode über die Kupferdoppelader für den Endkunden Datenübertragungsraten von weit über 100 MBit/s erreicht werden können.
Ein Verfahren von Alcatel-Lucent ermöglicht eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s, auch wenn das Glasfaserkabel nicht zum Endkunden reicht. Thomas-Joachim Schroeder, Leiter Fachvertrieb Fixed Access bei Alcatel-Lucent, sagte Golem.de: "Über die VDSL2-Technologie lassen sich auf den bestehenden Kupferkabeln, die die letzten Meter überwinden, Bandbreiten von bis zu 40 MBit/s erzielen. Einen weiteren Geschwindigkeitsschub bringen VDSL2-Vectoring und VDSL2-Bonding. Mit VDSL2, Bonding und Phantom Mode werden über die Kupferdoppelader für den Endteilnehmer heute schon Übertragungsgeschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s erreicht."
Bei VDSL sei Nebensprechen ein begrenzender Faktor, der die verfügbare Bandbreite einer Kupferdoppelader über die Entfernung deutlich verringert. Hier setze das Vectoring an: Durch laufende Messung der Störsignale und Kompensation mittels eines phaseninvertierten Signals lässt sich die Beeinflussung durch Nebensprechen weitgehend eliminieren und damit die Bandbreite verdoppeln. Um Vectoring zu nutzen, ist eine Aufrüstung des DSLAM notwendig. Ein Um- oder Ausbau der Kupfernetze wird nicht benötigt. "Um einen größtmöglichen Effekt durch Vectoring zu erzielen, ist es notwendig, dass im besten Fall alle Doppeladern eines Kabels oder Bündels durch den gleichen DSLAM überwacht und kompensiert werden", erklärte Schroeder.
Damit ist das Entbündeln der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Kabelverzweiger technisch aber nicht mehr möglich.
ISAM-Plattform kann Kupfer- und Glasfasertechnologien unterstützen
Beim Bonding werden mehrere Kupferadern parallel verwendet, um damit die Reichweiten zu vergrößern, oder bei gleicher Reichweite die Bandbreite zu erhöhen. Das Bonding von Kupferdoppeladern wird heute schon von VDSL DSLAM unterstützt, wobei VDSL-Bonding von vier oder mehr Doppeladern sich an Geschäftskunden als Alternative zur Glasfaser richtet.
Die Kosten für eine solche Aufrüstung bestehender Kupferinfrastruktur liege erheblich unter denen einer Voll-Glasfaser-Kommunikationsstruktur. Eine Möglichkeit, die passende technische Umgebung zu schaffen, sind IP-Zugangsknoten wie die ISAM-Plattform (Intelligent Services Access Manager) von Alcatel-Lucent, die sowohl Kupfer- als auch Glasfasertechnologien unterstützen und zugleich VDSL2-Vectoring-fähig sind.
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Die verlustfreie Information einer jeden Leitung wird nicht benötigt, man kann auch aus...
Von einem 2000er DSL kann ich nur träumen. 1000 Seelendorf und die 30MBit laufen direkt...
aber über hohe Preise motzen *lol*
Eben. Und wenn keine freien Adern mehr vorhanden sind, dann wird es auch nichts mit der...