Luce: Ferrari setzt Elektrosportwagen preislich ganz oben an
Ferrari setzt bei seinem ersten vollelektrischen Serienmodell Luce offenbar auf einen sehr hohen Einstiegspreis. Wie Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) berichtet, soll das Fahrzeug rund 550.000 Euro kosten und damit deutlich im oberen Bereich des Luxussegments liegen. Der endgültige Betrag könnte allerdings noch um rund zehn Prozent nach oben oder unten abweichen.
Ganz überraschend kommt diese Größenordnung allerdings nicht. Bereits im Juni 2024 hatte Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass das erste Elektroauto der Italiener auf dem Heimatmarkt wohl mit einem Preis von mehr als 500.000 Euro starten dürfte. Offiziell bestätigt ist die nun genannte Summe bislang nicht.
Gewissheit dürfte es dazu wohl erst im Mai 2026 geben. Dann will Ferrari den Elektro-Sportwagen in Rom präsentieren. Sollte sich der spekulierte Preis bestätigen, würde sich das Modell noch oberhalb des Ferrari Purosangue einordnen. Das SUV der italienischen Marke startet bei rund 380.000 Euro.
Cockpit mit klarer Linie
Dass Ferrari das Modell klar im oberen Segment verortet, zeigt sich aber nicht nur beim möglichen Preis. Auch beim Innenraum setzt der Hersteller offenbar auf einen eigenständigen Ansatz. Statt eines rein bildschirmdominierten Cockpits soll der Luce digitale Anzeigen mit klassischen Bedienelementen verbinden und damit stärker an bekannte Ferrari-Modelle anknüpfen.
Auch bei der Leistung sind die Erwartungen entsprechend hoch. Spekuliert wird über mehr als 800 kW beziehungsweise über 1.100 PS. An die Werte elektrischer Hypercars wie des Lotus Evija oder des Rimac Nevera R mit jeweils deutlich mehr als 2.000 PS würde der Luce damit zwar nicht heranreichen. Innerhalb der aktuellen Ferrari-Serienmodelle würde er sich aber weiterhin unter den stärksten Fahrzeugen der Marke einordnen.
Gebaut werden soll der Luce früheren Informationen nach(öffnet im neuen Fenster) im vergleichsweise neuen Werk in Maranello, das im Juni 2024 eröffnet wurde. Die Anlage ist so ausgelegt, dass dort Verbrenner, Hybridmodelle und auch das erste Elektroauto der Marke gefertigt werden können.
Dazu passt die breitere Modellstrategie des Herstellers: Ferrari will in den kommenden Jahren verschiedene Antriebsarten parallel im Angebot halten, also klassische Verbrenner, Hybridmodelle und reine Elektroautos. Zwischen 2026 und 2030 plant der Konzern im Schnitt zudem vier neue Modelle pro Jahr.
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