Lucasfilm wird 50: Eine Firma von unschätzbarem Wert

Vor 50 Jahren gründete George Lucas seine Firma Lucasfilm. Damals hätte wohl auch er nicht geahnt, wie umfangreich sie einmal werden würde.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Die große Liebe? Für viele Fans war der Verkauf von Lucasfilm an Disney eher ein Ärgernis.
Die große Liebe? Für viele Fans war der Verkauf von Lucasfilm an Disney eher ein Ärgernis. (Bild: Todd Anderson / Disney via Getty Images)

Denkt man heute an Lucasfilm, dann denkt man vor allem an Star Wars. Die von George Lucas am 10. Dezember 1971 gegründete Firma war aber in mehr als nur einer Angelegenheit wegweisend.

Denn mit ihren verschiedenen Abteilungen wurde auch die Art, wie Filme gemacht werden, enorm vorangebracht. Lucasfilm ist mehr als Star Wars, es ist auch Industrial Light & Magic, Skywalker Sound und Lucasfilm Games, um nur ein paar Teilbereiche zu nennen.

Die ersten Jahre der Lucasfilm Ltd.

1971, im Jahr seiner Gründung, war Lucasfilm noch keine aufsehenerregende Firma. Damals zeichnete sie nur für einen Film verantwortlich, nämlich George Lucas' zweite Regiearbeit American Graffiti. 1977 firmierte sie dann neu und wurde zu Lucasfilm Ltd. Zu dem Zeitpunkt befand sich die Firma noch in einem Gebäude des Studiogeländes von Universal.

Dann kam der Erfolg von Star Wars und die erste Tochtergesellschaft wurde gegründet. The Star Wars Corporation, Inc. kontrollierte die rechtlichen und finanziellen Aspekte von Star Wars, darunter das Merchandising und die Fortsetzungen.

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Als Manager der Tochtergesellschaft wurde im Jahr 1978 Charles Weber angeheuert, dem Lucas versprach, dass er seinen Job behalten könne, solange die Firma Gewinne macht. In nur zwei Jahren wuchs Lucasfilm von anfangs fünf Angestellten auf 100.

Skywalker Ranch wird neuer Firmensitz

1980 ersetzte Lucas jedoch den Manager der Tochtergesellschaft, weil Weber vorgeschlagen hatte, die Skywalker Ranch zu verkaufen, um so Geld für weitere Investitionen zu haben. Die Skywalker Ranch war aber ein zentraler Bestandteil dessen, was George Lucas sich wünschte: ein Ort, an dem die Nachproduktion eines Films gebündelt werden kann.

Die Ranch liegt an der Lucas Valley Road in Marin County im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Straße ist nach einem Landbesitzer des frühen 20. Jahrhunderts benannt, der mit George Lucas nicht verwandt ist. Die Ranch wiederum liegt auf einem 1.900 Hektar großen Areal und beherbergt die verschiedenen Abteilungen von Lucasfilm. Nur gut sechs Hektar werden wirklich genutzt.

Im gleichen Jahr, in dem Weber das Unternehmen verlassen musste, wurde die Star-Wars-Tochtergesellschaft abgewickelt und in die verschiedenen Abteilungen von Lucasfilm integriert. Lucasfilm produzierte die Fortsetzungen von Star Wars - und ebenso die Prequels in den 1990er Jahren.

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Abseits von Star Wars gab es vor allem Indiana Jones

Darüber hinaus war man in den 1980er Jahren für die drei Indiana-Jones-Filme verantwortlich, produzierte Jim Hensons Fantasy-Film Die Reise ins Labyrinth, Ron Howards Willow und den Zeichentrickfilm In einem Land vor unserer Zeit.

Lucas nutzte die Firma aber auch, um sperrigeren Filmen, die im Kino naturgemäß nur wenig Chancen haben, ebendiese zu eröffnen. So produzierte er auch Paul Shraders Mishima: Ein Leben in vier Kapiteln und ermöglichte es seinem Freund und früheren Mentor Francis Ford Coppola, mit Tucker - Ein Mann und sein Traum ein Herzensprojekt zu verwirklichen.

Einen teuren Flop hatte die Firma auch zu verantworten: Howard the Duck. Die Comic-Verfilmung hat zwar ihre Fans, an der Kinokasse zog sie aber nicht.

Letztlich produzierte die Firma abseits von Star Wars aber nicht gar so viel. In den 1990ern gab es noch den lange verschobenen Mystery-Film Radioland Murders, der nach einem Drehbuch von George Lucas entstand, und in den 2010er Jahren den Kriegsfilm Red Tails.

Dafür waren die diversen Tochterfirmen umso mehr für andere große Produktionen im Einsatz - allen voran Industrial Light & Magic.

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Industrial Light & Magic setzte neue Maßstäbe 
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