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Lucas-Drohne: US-Streitkräfte rüsten Kamikaze-Schwarm mit KI aus

Bislang waren die günstigen Shahed-Nachbauten der USA simple Einwegwaffen. Jetzt sollen sie miteinander kommunizieren und im Schwarm angreifen.
/ Andreas Donath
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Lucas-Drohne (Bild: ShieldAI)
Lucas-Drohne Bild: ShieldAI

Das US-Verteidigungsministerium hat Shield AI damit beauftragt, seine Hivemind-Autonomiesoftware(öffnet im neuen Fenster) in die Lucas-Drohne zu integrieren, berichtet The War Zone(öffnet im neuen Fenster).

Lucas, kurz für Low-Cost Uncrewed Combat Attack System, ist ein einfacher Einwegflugkörper, der konzeptionell auf dem iranischen Shahed-136 basiert und rund 35.000 US-Dollar pro Stück kostet. Hivemind soll die Drohnen befähigen, Bewegungen zu koordinieren, gemeinsam zu manövrieren und sich in Echtzeit an veränderte Gefechtsbedingungen anzupassen. Ein einziger Soldat soll dabei einen gesamten Schwarm steuern können.

Ukraine ist für die USA Testlabor, Iran der erste eigene Einsatzort

Shield-AI-Mitgründer Brandon Tseng bestätigte, dass die Technologie bereits in der Ukraine erprobt wurde. Dort seien in den vergangenen Monaten KI für Einwegdrohnen geliefert worden. Laut Tseng stieg die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich. Sei vorher von zehn Drohnen eine ins Ziel gebracht worden, gelangten nun 10 von 10 ins Ziel. Lucas selbst kam erstmals im Februar 2026 im Rahmen des gemeinsamen US-israelischen Angriffs auf Iran zum Einsatz. US-Centcom-Chef Admiral Brad Cooper nannte die Drohnen dabei schlicht "unverzichtbar". Erste Flugtests mit integriertem Hivemind sind für Juli 2026 geplant.

Masse allein reicht nicht mehr

Schwärme autonomer Drohnen, die ohne kontinuierliche menschliche Steuerung navigieren, Hindernisse umfliegen, Abwehrsysteme übersättigen und bei Signalverlust eigenständig agieren – das sei das Ziel. Wenn zehn oder zwanzig günstige Drohnen nötig seien, um ein Ziel zu treffen, seien sie am Ende nicht mehr günstig, fasste Tseng zusammen. Wenn eine Drohne ausreiche, ändere sich die Kosten-Wirkungs-Rechnung grundlegend. Die letzte Entscheidung über den Einsatz letaler Gewalt soll dabei stets beim Menschen liegen, so das erklärte Prinzip.


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