LTO Ultrium Generation 7: 15 TByte auf einem Datenträger, aber nur komprimiert

Es ist fast drei Jahre her, dass die ersten LTO-6-Bänder auf den Markt kamen . 2,5 TByte lassen sich aktuell speichern. Das LTO-Konsortium geht sogar optimistisch davon aus, dass sich typischerweise 6,25 TByte unterbringen ließen.
Diese extremen Kompressionsannahmen bleiben Teil des Standards. 15 TByte sollen auf den neuen Generation-7-Bändern speicherbar sein. Ursprünglich wurden 16 TByte angekündigt, doch die Roadmap(öffnet im neuen Fenster) wurde für LTO 7 aktualisiert. Laut LTO-FAQ(öffnet im neuen Fenster) soll das die Kosten senken. Nativ lassen sich auf einem Band jedoch nur 6 TByte unterbringen. In Verbindung mit Bandautomaten dürfte dies eine willkommende Kapazitätssteigerung sein, insbesondere für die revisionssichere Speicherung von Daten.
LTO-4-Archive müssen umkopiert werden
Wie gehabt bleibt es bei einer schwierigen Kompatibilitätssituation bei den Bändern. Ein LTO-7-Laufwerk wird neben den eigenen Bändern nur LTO-5- und -6-Bänder lesen können. Beim Schreiben ist es sogar nur mit dem direkten Vorgänger noch abwärtskompatibel.
Die aktuellen Bänder können mit bis zu 750 MByte pro Sekunde beschrieben werden, auch hier wieder per Hardwarekompression. Ermöglicht wurde das durch die Verdoppelung der Köpfe im Laufwerk. Die Spuren sind dementsprechend dichter angeordnet.
Wann LTO-7-Hardware auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Es ist erst einmal nur die Spezifikation, die nun an die Partner verteilt wird.
Bandsysteme sind noch nicht vom Markt verschwunden, auch wenn sie im Privatbereich kaum noch Bedeutung haben. Im Gegenteil, es wird weiter an den Backupsystemen geforscht. Sony will 185 TByte auf einem Band speichern . IBM hat vor nicht allzu langer Zeit die neue Jaguar-Band-Generation vorgestellt , auf der nativ 10 TByte an Daten gespeichert werden. Allerdings zu einem sehr hohen Preis von fast 50.000 Euro pro Laufwerk.



