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LTO: Fujifilm plant das 400-TByte-Bandlaufwerk

Mit 224 GBit pro Zoll hätte es die 30-fache Kapazität von LTO -8.
/ Marc Sauter
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Tape für ein IBM-Bandlaufwerk (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Tape für ein IBM-Bandlaufwerk Bild: Martin Wolf/Golem.de

Wer sich schon immer gefragt hat, wie viele DVDs auf einem 400-TByte-Bandlaufwerk gesichert werden können, hier die Antwort: Es sind 85.000, wie Fujifilm erklärt ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Der japanische Hersteller plant nämlich ein eben solches Bandlaufwerk mit 400 TByte Kapazität, wohingegen aktuelle LTO-8-Modelle nur 12 TByte (Raw) bis 30 TByte (komprimiert) speichern können.

Blocks and Files(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Fujifilm für das 400-TByte-Bandlaufwerk andere Materialien einsetzen will: Statt Bariumferrit (BaFe) soll Strontiumferrit (SrFe) verwendet werden. Die magnetischen Eigenschaften von SrFe seien denen von BaFe überlegen, weshalb eine Datendichte von 224 GBit pro Zoll statt von 8,5 GBit pro Zoll erreicht werden soll. SrFe-Partikel sind mit einem Volumen von 900 nm³ deutlich kleiner als solche aus BaFe (1.900 nm³ bei LTO-7), was die Kapazität steigert.

Die Roadmap von LTO (Linear Tape Open) sieht vor ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ), dass Ultrium-Bandlaufwerke mit LTO-9 eine Kapazität von 24 TByte respektive 60 TByte aufweisen. Geplant wird derzeit bis hin zu LTO-12, welches dann 192 TByte und 480 TByte sichern soll. Das wäre im Raw-Format nur die Hälfte dessen, was Fujifilm mit Strontiumferrit in Zukunft vorhat. SrFe-Partikel sollen ab LTO-11 und somit auch bei LTO-12 eingesetzt werden.

Backup per Band angesehen
Backup per Band angesehen (02:12)

Neben Fujifilm entwickelt nur noch Sony magnetische Bänder für Bandlaufwerke, diese wiederum werden beispielsweise von IBM produziert. LTO-8 ist allerdings anders als seine Vorgänger nur noch zu einer Generation, nämlich LTO-7, abwärtskompatibel, kann jedoch leere Tapes der Vorgängergenerationen auch beschreiben. Der große Vorteil von Bandlaufwerken sind die Kosten von gerade einmal 10 Euro pro TByte. Klassische 3,5-Zoll-Festplatten im Enterprise-Bereich sind deutlich teurer und Flash-Speicher-basierte SSDs sowieso, so dass diese trotz starken Preisverfalls für Backup-Anwendungen noch immer weniger gut geeignet sind.


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