LTO-8 mit 30 TByte: IBM kündigt TS2280-Laufwerk für neue LTO-Bandgeneration an

Während das offizielle LTO Program noch munter LTO 7 als Neuheit der Bandlaufwerke vermarktet und LTO 8 noch in der Zukunft sieht, prescht IBM bereits vor und kündigt die nächste Linear-Tape-Open-Generation an. Bei der Kapazität wird wie üblich geschummelt.

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IBMs neues LTO-8-Laufwerk
IBMs neues LTO-8-Laufwerk (Bild: IBM)

IBM hat sein neues TS2280 genanntes LTO-Laufwerk angekündigt. Das Laufwerk ist in der Lage, die neuen LTO-8-Medien zu beschreiben, die seitens des offiziellen LTO Program noch nicht angekündigt worden sind.

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Die neuen Medien werden mit 30 TByte Kapazität beworben. Wie schon bei LTO 7 wird aber ordentlich geschummelt. Es sind nämlich tatsächlich nur 12 TByte auf dem Band vorhanden. Beim Vorgänger lagen die Werte bei 15 und 6,25 TByte. Dem Standardgeber LTO Program ist es also gelungen, doppelt so viele Daten unterzubringen. An den unrealistischen Kompressionsraten wurde aber nichts geändert.

Laut Roadmap sollte LTO 7 eigentlich auch die Datenrate erhöhen. Doch IBM gelang dies mit seinem TS2280 nicht. Aus dem Datenblatt geht hervor, dass die Datenrate nativ nur bei 300 MByte/s liegt. Mit aktiver Kompression sind es 750 MByte/s. Das entspricht der Vorgänger-Generation und bedeutet auch, dass ein einzelnes Band potenziell länger im Laufwerk bleiben muss, bevor der Automat es austauscht.

Das Laufwerk kann LTO-typisch nicht nur die aktuelle Generation beschreiben, sondern auch den Vorgänger LTO 7. Eigentlich sollte LTO 6 zumindest auslesbar sein, Hinweise dazu finden sich aber nicht im Datenblatt. LTFS wird zudem genauso unterstützt wie die für die revisionssichere Lagerung wichtigen WORM-Medien. IBM verkauft das Laufwerk als externes Dual-SAS-Gerät mit je 6 GBit/s. Das könnte erklären, warum das Laufwerk vergleichsweise langsam ist. Ein Ethernet-Anschluss ist ebenfalls vorhanden. Das Laufwerk hat zudem einen Puffer von 1 GByte.

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Einen Preis nennt IBM nicht, das macht der Hersteller aber ohnehin sehr selten. Es ist zu erwarten, dass Laufwerke für Bandautomaten ebenfalls zur Verfügung stehen. Für die TS4300-Serie ist eine entsprechende Laufwerkskompatibilität bereits offiziell gegeben. Der kleine 1-HE-Autoloader fehlt aber noch.

Die LTO-8-Geräte sollen noch im vierten Quartal 2017 verfügbar werden.

Das Geschäft für Bandlaufwerke ist weiterhin eine lohnende Nische. So lohnend, dass IBM parallel zu LTO auch seine Jaguar-Tapes anbietet. Mit der aktuellen TS1155-Generation sind dort 15 TByte nativ möglich. Die Jaguar-Laufwerke kosten aber gut und gerne 50.000 Euro, während die schlechtere LTO-Technik eher im Bereich von 1.000 Euro liegt. LTO wird zudem von zahlreichen Herstellern unterstützt, darunter auch HPE und Quantum. Zudem forscht IBM mit Sony an Bändern mit sehr hohen Kapazitäten. Abseits dieser beiden Bandformat-Blöcke bietet auch Oracle noch ein eigenes Bandformat an, das derzeit bei 8,5 TByte liegt. Das Angebot ist allerdings so speziell, dass Oracle selbst auf Presseanfragen zu dem Thema nicht reagiert.

Bandlaufwerke sind vor allem für Coldstorage-Szenarien von Vorteil und ihre Langsamkeit kann sich im Desaster-Fall durchaus positiv auswirken. Weitere Informationen finden sich im Hintergrundartikel von Golem.de Der Bandspeicher ist nicht am Ende.

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