Abo
  • IT-Karriere:

LTO 6 Ultrium: Neue Generation von Bändern mit 2,5 TByte verfügbar

Während die Bandlaufwerke noch auf sich warten lassen, sind im Handel bereits die ersten LTO-6-Bänder verfügbar. Backups können damit pro Band und ohne Kompression bis zu 2,5 TByte groß werden. Noch sind die neuen Bänder allerdings mehr als doppelt so teuer wie LTO der 5. Generation.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Auslieferung von LTO-6-Hardware hat begonnen.
Die Auslieferung von LTO-6-Hardware hat begonnen. (Bild: HP)

Wer will, kann sich jetzt bereits die ersten Backup-Bänder des LTO-6-Standards kaufen. Diese bieten eine native Speicherkapazität von 2,5 TByte. Im Marketingmaterial werden auch gerne 6,25 TByte genannt. Die Hersteller von LTO-6-Hardware gehen dabei davon aus, dass sich die Daten im Verhältnis 1:2,5 komprimieren lassen. Ob derartige Kompressionen erreicht werden können, hängt aber von den Daten selbst ab.

  • Tandbergs 1U Storageloader
  • Externes LTO-6-Laufwerk
Tandbergs 1U Storageloader
Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, München
  2. NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb (Raum Hof)

Verglichen mit den LTO-5-Systemen, die 2010 vorgestellt wurden, gelang es den Machern des Linear-Tape-Open-Standards dieses Mal nicht, die Kapazität zu verdoppeln. Die Vorgängergeneration bietet 1,5 TByte Kapazität bei einer Kompressionsfähigkeit von 2:1. Erst mit der 7. Generation ist wieder ein deutlicher Schritt mit über 6 TByte zu erwarten. Das dürfte frühestens Mitte 2014 der Fall sein. Neue LTO-Versionen soll es alle 18 bis 24 Monate geben.

Die Medien gibt es als wiederbeschreibbare Bänder oder als sogenannte Worm-Medien. Worm steht für Write Once, Read Many und bezeichnet Medien, die nicht weiter manipuliert werden können, wie es die Hersteller versprechen. Das ist etwa für die häufig notwendige, revisionssichere Speicherung und Erfüllung gesetzlicher Anforderungen wichtig. Wie LTO-5- können auch LTO-6-Bänder in zwei Partitionen aufgeteilt werden.

Gesichert werden die Daten in Laufwerken mit einer Geschwindigkeit von 1,45 TByte pro Stunde. Diese Angabe bezieht sich jedoch auf komprimierte Daten. Es braucht also mehr als vier Stunden für das Bespielen eines Bandes.

Wie bei LTO üblich, sind die Laufwerke und Medien nur eingeschränkt mit den Vorgängergenerationen kompatibel. Ein LTO-6-Laufwerk kann noch LTO-5-Bänder lesen und beschreiben. Bei LTO-4-Bändern ist nur noch ein Lesen möglich. LTO-3-Bänder oder noch ältere Medien lassen sich nur noch mit Alt-Laufwerken auslesen, um die Archive etwa umzukopieren.

Für ein LTO-Band mit 2,5 TByte nativer Speicherkapazität (etwas über 6 TByte komprimiert) muss ein Interessent derzeit knapp über 100 Euro bezahlen. Die Preise dürften sich noch reduzieren, da die Verfügbarkeit derzeit nur bei Sony-Bändern gegeben ist. Quantum- und die etwas günstigeren HP-Cartridges dürften erst in den nächsten Wochen besser verfügbar werden. Tandberg gibt einen offiziellen Preis von etwa 100 Euro pro Band an. Bänder dürfte es zudem von TDK, Hitachi Maxell, Imation und Fujifilm geben.

Die Laufwerke werden aller Voraussicht nach über 2.000 Euro kosten. Tandberg verlangt für sein LTO-6-HH-Laufwerk etwa 2.700 Euro bei einer Garantiezeit von drei Jahren mit Vorabtauschservice. Der Storageloader, der auf einer Höheneinheit in einem 19-Zoll-Rack Platz für zwei Magazine à vier Bänder bietet, soll etwa 4.600 Euro kosten. Allerdings nur mit einem Jahr Vor-Ort-Service. Beide sollen noch vor Jahresende verfügbar sein.

Auch von IBM, Quantum und HP wird es Laufwerke geben. Von Rackeinbaugeräten mit einer Höheneinheit über externe und interne Laufwerke wird es eine entsprechend große Auswahl geben. Laufwerke gibt es für 5,25-Zoll-Schächte sowohl in halber Bauhöhe, also der Höhe eines herkömmlichen DVD-Laufwerks, oder in voller Bauhöhe.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Legion Y530-15ICH für 699€ + Versand - Bestpreis!)
  2. (aktuell u. a. Sennheiser Momentum 2 Wireless für 199€ statt 229€ im Vergleich)
  3. 39€ + Versand (Bestpreis!)
  4. (aktuell u. a. Intel Core i5-9600K boxed für 229€ + Versand statt 247,90€ + Versand im...

Gamma Ray Burst 10. Jun 2014

Ich kann Tapes nichts abgewinnen. Ja sicher revisionssicher etc, bei großen Datenmengen...

Anonymer Nutzer 23. Dez 2012

Wir sichern im Jahr ca 300 TB an Daten. Das sind ca 8000 Euro/Jahr an Bändern, 24.000...

donadi 19. Dez 2012

...und die dazugehörigen Duplikate/Kopien die durch Aufbewahrungsrichtlinien entstehen...

Quantium40 18. Dez 2012

Dabei sind sie das durchaus. Mit Ausnahme eines Preisvorteils bei Nutzung einer hohen...

Quantium40 18. Dez 2012

Es wurde im wesentlichen an der Datendichte gearbeitet. (Wobei die verglichen mit...


Folgen Sie uns
       


Cepton Lidar angesehen

So funktioniert der Laserscanner des US-Startups Cepton.

Cepton Lidar angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus Upgrade auf Android 9 für Oneplus 3 und 3T wird verteilt
  2. Smartphones Android-Q-Beta für Oneplus-7-Modelle veröffentlicht
  3. Oneplus 7 Pro im Test Spitzenplatz dank Dreifachkamera

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

    •  /