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LTO-14: Auf kommende Magnetbänder passen 1,4 Petabyte

HPE und IBM sind sich sicher: Mit Strontiumferrit können die Datendichten für Tape wieder drastisch steigen. LTO -14 fasst etwa 1,4 Petabyte.
/ Oliver Nickel
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LTO-Magnetbänder sind als Backup-Medium sehr beliebt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
LTO-Magnetbänder sind als Backup-Medium sehr beliebt. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Linear Tape Open (LTO) wird künftig in der 14. Generation angeboten. Magnetbänder , die nach LTO-14(öffnet im neuen Fenster) gebaut werden, sollen maximal 1,4 Petabyte (1.440 TByte) an komprimierten Daten speichern können. Unkomprimiert sind es immerhin noch 576 TByte. Das ist eine Verdopplung zum aktuellen High-End-Standard LTO-13, das 720 TByte komprimiert und 288 TByte unkomprimiert speichern kann. Generell wollen die LTO-Verfechter HPE, IBM und Quantum die Kapazität mit jeder neuen Generation verdoppeln. Das ist zumindest das selbsterklärte Ziel, wie es in der Pressemitteilung kommuniziert wird.

LTO-14 setzt wie das ebenfalls recht neue LTO-13 auf Strontiumferritbänder, die eine höhere Datendichte im Vergleich zu den lang genutzten Bariumferritbändern ermöglichen. Die sollen eine Datendichte von 317 GBit pro Zoll aufweisen, im Vergleich zu den 12 GBit pro Zoll eines LTO-9-Bandes.

LTO-14 nur in der Theorie

Inwieweit der kommende Standard mit den darunterliegenden Bändern kompatibel ist, verrät die Pressemitteilung nicht. Vor einiger Zeit war der Standard LTO-9 in der Kritik , da er nur noch zu einer Generation darunter abwärtskompatibel ist. Eine Abwärtskompatibilität ist oft wichtig, damit Backupstrukturen und besonders kostspielige Bandlaufwerke in Unternehmen weniger oft ausgetauscht werden müssen.

Diese zusätzlichen Kosten sind auch ein Grund, weshalb ältere LTO-Standards wie LTO-9 aktuell noch immer beliebter sind als die neueren Standards: Es ist günstiger, viele ältere Magnetbänder anstelle weniger neuer Bänder zu kaufen.

Backup per Band angesehen
Backup per Band angesehen (02:12)

Zudem gibt es derzeit kaum Kassetten, die aktueller als LTO-9 sind. So stellte Fujifilm erst im Herbst 2021 ein eigenes LTO-9-Band vor. Ein Jahr zuvor experimentierte das japanische Unternehmen zusammen mit IBM an den nun offiziell angekündigten 580-TByte-Bändern .


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