LTE: Vodafone verbindet erste Mobilfunk-Anlagen mit Windrad
Vodafone hat zusammen mit dem Start-up Mowea seine erste Mobilfunkstation mit Windkraft ausgerüstet. Wie der Mobilfunkbetreiber am 23. Dezember 2019 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster), bekam det LTE-Standort in Torgelow im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern vier Mikro-Windturbinen. 50 Meter über dem Boden installierten Netz- und Windkraft-Experten das Windkraft-System an einer Mobilfunkstation.
Mowea entstand an der Technischen Universität Berlin und will Kleinwindkraft so standardisieren, dass sie kostengünstig transportiert und nachträglich installiert werden kann. Eine Plug&Play-Schnittstelle ermöglicht laut Vodafone die Integration mit dem Energiemanagement-System eines Mobilfunkstandortes.
Wie viel Energie verbraucht das Mobilfunknetz?
Die Windräder sind jeweils mehr als einen Meter groß. "Der Mobilfunkbetrieb soll an der LTE-Station durch die Windräder komplett abgedeckt werden", sagte Vodafone-Sprecher Tobias Krzossa Golem.de auf Anfrage. Insgesamt betreibt Vodafone-Deutschland 25.000 Mobilfunkanlagen.
Bis zum Jahr 2021 stattet Vodafone rund 1.100 Mobilfunk-Stationen mit Solaranlagen aus. Hinzu kommt jetzt erstmals die Energieversorgung per Windkraft. Bis zum Jahr 2022 will Vodafone seine Netze zu 100 Prozent mit erneuerbare Energien betreiben.
Experten haben berechnet, dass etwa 86 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters vom Betrieb der Sendeanlagen und der technischen Infrastruktur verursacht werden. Vodafone macht keine Angaben dazu, wie viele Gigawattstunde (GWh) sein Mobilfunknetz derzeit verbraucht. Vodafone erklärt dazu: "Unser Netz braucht weniger Strom, als ein Prozent aller Haushalte in Deutschland zusammen verbrauchen. Mit der Energie, mit der wir 99,7 Prozent der Bevölkerung ein Jahr lang mit Mobilfunk versorgen, könnten im selben Zeitraum nicht mal 0,01 Prozent der Bevölkerung ein Elektroauto nutzen."
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