LTE: Vodafone baut LTE auf der Zugspitze
Vodafone wird sein Netz auf der Zugspitze im kommenden Jahr mit LTE-Technik ausstatten. Das gab das Unternehmen am 20. Dezember 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Ab Februar werden Datenübertragungsraten bis zu 400 MBit/s und die Technologie Crystal Clear angeboten, wie Vodafone die Enhanced Voice Services (EVS) bezeichnet.
EVS ist ein Codec, der den Frequenzbereich für Sprachdienste erweitern soll und Telefongespräche in Hi-Fi-Qualität verspricht. Vodafone Deutschland führte EVS im Mai 2016 in seinem LTE-Netz ein. Unternehmenssprecher Volker Petendorf sagte Golem.de auf Anfrage: "Vodafone hat bislang noch kein LTE auf der Zugspitze."
Vodafone nutzt die Installation der neuen Seilbahn, um seine höchstgelegene Basisstation der Republik zusätzlich mit LTE-Antennen auszustatten.
Die Erschließungskosten für die neue LTE-Anbindung hat Vodafone aus eigenen Mitteln getragen. Die Arbeiten an der Basisstation erfolgen in Abstimmung mit der Bayerischen Zugspitzbahn.
Alle hohen Antennen in Bayern
Auf der Zugspitze steht die topografisch höchstgelegene Basisstation Vodafones. In 2.963 Metern Höhe versorgt sie wöchentlich bis zu 2.000 Hochtouristen. Alle 15 topografisch am höchsten gelegenen Basisstationen stehen im Bundesland Bayern.
Die Deutsche Telekom bietet seit dem Jahr 2015 LTE auf der Zugspitze an, aber keine so hohe Datenrate.
Möglich sind mit LTE Datenraten bis 1 GBit/s: LTE Advanced Pro beinhaltet Carrier Aggregation über dreifach, bis fünffach und High-MIMO jenseits von 4x4 und eine Modulationsrate für die Luftübertragung höher als 64 QAM. Vodafone setzt auf der Zugspitze 2x2 MIMO mit 2 x 20 MHz (1.800 und 2.600) ein. Das ergibt mit 256 QAM aggregiert bis zu 400 MBit/s.
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