LTE: Telekom schließt mehr Funklöcher auf eigene Kosten

Die Telekom verdoppelt wegen der großen Nachfrage von 539 Kommunen die bisher 50 Plätze für LTE-Mobilfunkausbau. Statt Standorte für Mobilfunkmasten zu suchen, ließ die Telekom diese so zu sich kommen.

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Mobilfunkstandort der Telekom
Mobilfunkstandort der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat wegen der großen Resonanz auf die Gratisausbauaktion "Wir jagen Funklöcher" die Anzahl der Begünstigten auf 100 erhöht. Das gab das Unternehmen am 27. Februar 2020 bekannt. Mindestens 50 weitere Kommunen erhalten nun einen LTE-Mobilfunkmast der Telekom. "Wir verdoppeln die Zahl der Gewinner", sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland. Es bewarben sich 539 Kommunen um den kostenlosen LTE-Ausbau.

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Die ersten 50 Kommunen seien informiert. Für die weiteren gelte: "Wir werden bis April informieren, dass wir kommen. Jetzt geht es um eine bautechnische Begehung. Wir schauen uns konkret an, wie passt das in unser Funkfeld. Ich hoffe, dass wir alle bereits in diesem Jahr in Betrieb nehmen können", erklärte Goldenits. Es gehe meistens um mehr Coverage im ländlichen Raum.

Telekom-Sprecher Markus Jodl erklärte Golem.de im August 2019: "Die Kosten für die 50 Standorte trägt allein die Telekom. Wir zahlen auch Miete für die Standorte. Es muss uns also nichts geschenkt werden. Was wir wollen, ist die Bereitschaft, einen Standort zu stellen (Gemeinderatsbeschluss) und Hilfe bei der Durchführung (Genehmigungsverfahren)." Im Schnitt dauere es zwei Jahre, einen Standort in Deutschland zu bauen.

Zusammen mit den Kommunen seien Funklöcher identifiziert, Standorte für Masten gefunden und schnelle Genehmigungen in Aussicht gestellt worden. Besonders viele Bewerbungen kamen dabei aus Rheinland-Pfalz (133), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (95) und Bayern (70). Insgesamt gingen 624 Bewerbungen ein, da einige Kommunen mehrere Ortsteile meldeten.

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Üblicherweise suchen Funknetzplaner potenzielle Standorte für Mobilfunkmasten und gehen dann auf die Kommunen zu. Lehnt die Kommune den Standort ab, wiederholt sich der Prozess und dauert so mehrere Monate, manchmal sogar Jahre, erklärte die Telekom.

Kommunen wie das brandenburgische Sonnenberg, die mehrere Standorte meldeten, werden wie ein Gewinner behandelt, obwohl die Telekom in der Gemeinde drei Standorte mit LTE ausbaut. Können mit einem Neubau-Standort mehrere beworbene Funklöcher versorgt werden, zählt dies ebenfalls als nur ein Gewinner. Im Falle der rheinland-pfälzischen Gemeinden Perscheid und Breitscheid sei dies so. Mehr als 100 Kommunen erhielten in den vergangenen Wochen eine Absage zu ihrer Bewerbung: Sie bekommen im Rahmen des bundesweiten Ausbauprogramms der Telekom ohnehin einen neuen Mobilfunkstandort.

Übrig bleiben rund 350 vollständige, potenziell umsetzbare Bewerbungen. Für sie verspricht Goldenits eine Lösung: "Wir wollen für alle umsetzbaren Bewerbungen Lösungen finden. Wir schauen derzeit, welche Möglichkeiten es im Rahmen der Planung unserer Ausbau-Programme für die kommenden Jahre gibt", sagte er.

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