LTE: Telekom räumt ein, dass Bahn neue WLAN-Technik benötigt

Die Deutsche Telekom muss die Technik für die WLAN-Versorgung der Bahn erneuern. Das hat Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem.de gesagt. Und die Kapazität des Netzes der Telekom reiche nicht aus: Die Mobilfunknetze in Deutschland müssten gebündelt werden, um in Spitzenzeiten die Versorgung zu sichern.
Jodl sagte dazu: "Der Bandbreitenbedarf in den Zügen ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Die bestehende In-Train-Zugarchitektur stößt an ihre Grenzen. Ein Wechsel der Hard- und Software ist deshalb nötig." Aus informierten Kreisen hat Golem.de erfahren, dass die Telekom derzeit die Technik entlang der Strecke aufwendig erneuern lässt.
Bereits heute laufe ein Großteil der Versorgung bei der Zug-Landverbindung über LTE und werde auch in Zukunft am gesamten ICE-Streckennetz weiter ausgerollt, erklärte Jodl. Um dem steigenden Bedarf an Bandbreite gerecht zu werden, müssten in Peak-Zeiten die Mobilfunknetze in einem Multi-Provider-Modell gebündelt werden.
Exklusive Partnerschaft endet
Die Telekom hat nur noch bis Ende 2016 eine exklusive Partnerschaft mit DB Fernverkehr für Hotspots in ICEs, Bahnhöfen und DB-Lounges. Die Bahn muss aufgrund des Vertragsendes eine EU-weite Ausschreibung machen. "Die Telekom wird selbstverständlich an der Ausschreibung teilnehmen. Mit einem Ergebnis rechnen wir Ende 2015" , sagte Jodl.
Zuvor hatte die Wirtschaftswoche berichtet , dass Bahn und die Telekom, Vodafone und Telefónica sich darauf verständigt hätten, die Leistung der Sende- und Empfangsmasten entlang der ICE-Strecken zu erhöhen.
Die Telekom hatte Probleme bei der WLAN-Versorgung in ICEs eingeräumt . "Zu den Hauptverkehrszeiten können wir aktuell trotz vielfacher LTE-Anbindung der Züge nicht immer den Datenhunger der Smartphones komplett stillen. Das führt dann auch mal zu temporären Einschränkungen" , sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme.