LTE: Neue Frequenzauktion soll 5 Milliarden Euro einbringen

Die neue Frequenzversteigerung wird maximal fünf Milliarden Euro einspielen. Das hat ein Brancheninsider dem Nachrichtenmagazin Focus(öffnet im neuen Fenster) gesagt. Das Mindestgebot für alle Frequenzen beträgt 1,5 Milliarden Euro. Dabei geht es um die Verlängerung von Mobilfunk-Lizenzen wie auch um die neue Belegung von 700er-Frequenzen.
Die Frequenzauktion startet am 27. Mai in Mainz bei der Bundesnetzagentur. Sie betrifft die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen, deren Laufzeit endet, sowie Rundfunkfrequenzen, die durch die Umstellung auf DVB-T2 frei werden. Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung wird ab 2017 schrittweise ein zusammenhängendes Frequenzband frei. Die besonders geeigneten Frequenzen im 700-MHz-Bereich, auch als die Digitale Dividende 2 bezeichnet, ermöglichen den Netzausbau mit relativ wenigen Funkstationen. Zugelassen sind die Deutsche Telekom, Vodafone und die Telefónica.
Zukunft mit LTE-Advanced
Bei der Versteigerung gehe es besonders um Frequenzen für mobiles Breitband, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Dies könne insbesondere im ländlichen Raum "die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern" . Dabei sind Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s pro Antennensektor zu erreichen. Den Haushalten sollen 10 MBit/s zur Verfügung gestellt werden.
Laut Bitkom wird mit der Versteigerung Mobilfunk mit LTE-Advanced mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich. "In wenigen Jahren könnte dann der als 5G bezeichnete LTE-Nachfolgestandard diese Frequenzen ebenfalls nutzen" , so der IT-Branchenverband.