LTE-Nachfolger: Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab
Huawei hat Feldversuche für 5G erfolgreich abgeschlossen. Das gab der Netzwerkausrüster am 27. Mai 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Tests waren eine Serie, deren Anforderungen von der IMT-2020 5G Promotion Group aufgestellt wurden, hinter der drei chinesische Ministerien stehen.
Eine Outdoor-Makrozelle und weitere Schlüsseltechnologien wurden in Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichua, getestet. "Wir haben hochdiversifizierte MIMO-Antennen verwendet", sagte Michael Lemke, Senior Technology Expert bei Huawei, Golem.de auf Anfrage.
Vorschläge für künftige 5G-Luftschnittstellen-Technologien
Huawei arbeitet an Vorschlägen für die künftigen 5G-Luftschnittstellen-Technologien, darunter die grundlegende Wellenform F-OFDM (Flash Orthogonal Frequency Division Multiplexing), die flexibel die Sub-Carrier-Bandbreite anpassen soll. Mit SCMA (Sparse Code Multiple Access) soll die Anzahl an Verbindungen und Datendurchsatz verdreifacht werden können. Mit Polar Code könne die Shannon-Grenze erreicht werden. Nach dem Shannon-Hartley-Gesetz ist die maximale spektrale Effizienz, bei der noch eine fehlerfreie Übertragung möglich ist, durch das Signal-Rausch-Verhältnis begrenzt.
Mit dem gemeinsamen Einsatz dieser neuen Technologien soll die spektrale Effizienz mindestens verdreifacht werden, ohne neue Antennentechnologien entwickeln zu müssen. Die Standards für 5G werden demnächst offiziell festgelegt.
Die Ziele für 5G seien weiterhin, eine Datenübertragungsrate von 10 GBit/s oder sogar Höchstwerte von 20 GBit/s und eine geringe Latenzzeiten von weniger als 1 Millisekunde zu erreichen.
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