Abo
  • Services:

LTE-Modem: Apple wirft Qualcomm aus dem iPhone

Nach mehreren Jahren gegenseitiger Klagen hat sich Apple dazu entschieden, kein LTE-Modem von Qualcomm im nächsten iPhone einzusetzen. Stattdessen verwendet der Hersteller ausschließlich ein Baseband von Intel - und das, obwohl es langsamer ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Rückseite eines iPhone 8
Rückseite eines iPhone 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die langjährige Partnerschaft zwischen Apple und Qualcomm beim iPhone ist beendet: Das im Herbst erscheinende Smartphone wird rein mit Modems von Intel ausgestattet, wie Qualomm während der Besprechung der Ergebnisse des zweiten Quartals 2018 bestätigte. "Wir gehen davon aus, dass Apple für die nächste iPhone-Generation einzig auf Modems der Konkurrenz statt auch auf unsere setzen wird", sagte Qualcomms Finanzchef George Davis. Allerdings sollen ältere iPhones weiterhin mit Snapdragon-Basebands ausgerüstet sein.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Intel produziert für das kommende iPhone ein XMM 7560 genanntes LTE-Modem, welches im 14-nm-Verfahren gefertigt wird und bis zu 1 GBit/s im Downstream erreicht. Für das XMM 7480 im iPhone X sowie im iPhone 8 (Plus) und für das XMM 7360 im iPhone 7 (Plus) griff Intel noch auf das 28-nm-Verfahren des weltweit größten Auftragsfertigers TSMC zurück. Apple verwendete bei früheren iPhones ausschließlich LTE-Modems von Qualcomm, beispielsweise das Snapdragon X7 im iPhone 6S (Plus). Das neuere Snapdragon X16 im iPhone X wiederum schaffte schon 2017 bis zu 1 GBit/s - es wurde aber von Apple auf 600 MBit/s gedrosselt, weil das XMM 7480 von Intel nur so schnell ist. Das Snapdragon X20 erreicht 1,2 GBit/s und das aktuelle Snapdragon X24 gar 2 GBit/s.

Für Qualcomm bedeutet der Rauswurf aus dem nächsten iPhone einen nicht näher bezifferten Umsatzrückgang, wenngleich der Hersteller vor allem Snapdragon-Chips verkauft und weniger Snapdragon-Modems. Apple wiederum entwickelt seit Jahren eigene SoCs basierend auf per ARM-Lizenz selbst entworfenen CPU-Kernen und seit 2017 auch mit einer intern designten Grafikeinheit statt einer zugekauften GPU von Imagination Technologies.

2019 wird Apple wohl erstmals ein 5G-Modem in einem iPhone verbauen, welches ebenfalls von Intel stammen soll. Der Hersteller dementierte Meldungen, wonach Apple sich gegen ein 5G-Baseband von Intel entschieden habe, offenbar gab es eine Verwechslung zwischen Gold Ridge und Sunny Peak. Üblicherweise werden Ridge-Codenamen für Modems genutzt und Peak-Bezeichnungen für Wi-Fi-Lösungen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  2. 34,99€ (erscheint am 14.02.)
  3. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  4. 33,99€

Kondratieff 30. Jul 2018

Aus dem Gedächtnis ging es wirklich nicht, aber eine schnelle und oberflächliche Google...

zilti 28. Jul 2018

Ich wage es zu Bezweifeln, dass du entweder eine Antenne hast die das bringt, oder ein...

red creep 28. Jul 2018

Scheinbar gibt es zwei Anbieter für LTE-Modems nach Apples Ansprüchen: Qualcomm und...

Anonymer Nutzer 27. Jul 2018

Das ist Umweltverschmutzung. Wenn Du jemanden damit triffst sogar Körperverletzung. Nicht...


Folgen Sie uns
       


Apple Pay ausprobiert

Dank Apple Pay können nun auch Nutzer in Deutschland kontaktlos mit ihrem iPhone bezahlen. Wir haben den Dienst bei unserem Lieblingscafé ausprobiert.

Apple Pay ausprobiert Video aufrufen
Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Monowheel Z-One One Die Elektro-Vespa auf einem Rad
  2. 2nd Life Ausgemusterte Bus-Akkus speichern jetzt Solarenergie
  3. Weniger Aufwand Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

    •  /