LTE: Deutsche Telekom führt HD Voice Plus ein

Die Deutsche Telekom hat HD Voice Plus für Sprache im LTE-Netz aktiviert. Das gab das Unternehmen am 12. Mai 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Netzbetreiberübergreifende Gespräche mit HD Voice Plus sollen erst in Kürze möglich sein.
HD Voice Plus basiert auf dem Enhanced Voice Services (EVS) Codec. Der EVS Codec ist von den Standardisierungsgremien 3GPP und GSMA als Nachfolge-Codec für den HD-Voice-Codec spezifiziert. Durch die Technologie wird die Sprache von der bisher üblichen 7 kHz-Frequenz auf den Frequenzbereich bis zu 20 kHz erweitert.
EVS (Enhanced Voice Service) ist ein Codec, der den Frequenzbereich für Sprachdienste erweitern soll und Telefongespräche in Hi-Fi-Qualität verspricht. Vodafone Deutschland führte EVS im Mai 2016 in seinem LTE-Netz ein. Vodafone nennt die Technik Crystal Clear.
Besser Kommunizieren in lauten Umgebungen
HD Voice Plus soll besser mit Übertragungsfehlern und Signalschwankungen umgehen können als HD Voice. Sprache soll so insbesondere in lauter Umgebung, oder wenn sich Personen sehr leise unterhalten müssen, natürlicher und klangvoller sein, erklärte die Telekom.
HD Voice Plus wird automatisch aktiviert, wenn der Gesprächspartner im LTE-Mobilfunknetz ebenfalls ein Gerät nutzt, das HD Voice Plus unterstützt. Je nach Modell muss der Nutzer möglicherweise die Software des Smartphones aktualisieren.
Bisher wird HD Voice Plus nur von den Telekom-Versionen des Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge sowie dem Sony Xperia XZ unterstützt. Weitere Smartphone-Modelle werden im Laufe des Jahres folgen.
Telekom-Sprecher Dirk Wende sagte Golem.de auf Anfrage: "Es wird – wie HD Voice – nicht extra im Display angezeigt." Da es sich ausschließlich um einen Mobile Network Codec handele, sei die Nutzung zwischen Mobilund Festnetz nicht möglich.



