LTE Advanced in Hongkong: Netzwerk mit 300 MBit/s für Hochhauskunden geht in Betrieb

In einem kleinen Areal mit 16 Millionen potenziellen Kunden wird ZTE zusammen mit dem Netzbetreiber CSL ein LTE-Netzwerk mit hoher Geschwindigkeit anbieten. Eine Besonderheit ist die Aufteilung der Datenrate auf zwei entfernte Frequenzen.

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ZTEs Mobilfunkeinheit für Netzbetreiber mit LTE-Advanced
ZTEs Mobilfunkeinheit für Netzbetreiber mit LTE-Advanced (Bild: ZTE)

CSL nimmt zusammen mit ZTE sein LTE-Advanced-Netzwerk (Cat 6) in Betrieb. Das Netzwerk wurde bereits im September 2013 angekündigt und wird seitdem getestet. Nun ist der Netzbetreiber CSL, der ZTE-Technik verwendet, für den Einsatz am Markt bereit.

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Laut CSL gibt es in Hongkong eine besondere Schwierigkeit: Immerhin 40 Prozent der Kunden wohnen oberhalb des 14. Stockwerks. Die hohe Konzentration von Einwohnern ist aber auch ein Vorteil, schließlich muss dadurch nur ein kleines Areal versorgt werden. Insbesondere das Backhaul-Problem dürfte in Hongkong leichter zu lösen sein. Die hohe Bandbreite muss noch in das eigentliche Netzwerk gebracht werden. Wie uns CSL auf Nachfrage erklärte, sind die LTE-Advanced-Tower mit Gigabit-Ethernet über Glasfaser angebunden. Es sind so viele Reserven vorhanden, dass im Backhaul-Bereich keine Änderungen für die Bandbreitenverdoppelung der LTE-Türme notwendig sind. Außerdem gibt es mit insgesamt 16 Millionen Mobilfunkverträgen mehr als doppelt so viele Abonnenten wie Einwohner.

Ein Softwareupdate für die LTE-Türme genügt

Die ersten vier LTE-Türme wurden bereits auf die neue Software aktualisiert. Für alle anderen ist nur ein Softwareupdate notwendig, denn die Hardware steht bereits. Laut CSL erreicht das Netzwerk in der Praxis bei Bewegung in einem Auto immer noch maximal 180 MBit/s. In vielen Szenarien entspricht dies einer Verdoppelung. Verglichen wird LTE-Advanced dabei mit dem existierenden LTE-Cat4-Netzwerk mit 150 MBit/s. Die 300 MBit/s sind derzeit jedoch nur in Laborumgebungen möglich. Im Upload sind theoretisch 50 MBit/s möglich.

Für das schnelle Netzwerk bedarf es neuer LTE-Endkundenhardware, und die gibt es noch nicht. CSL arbeitet vor allem mit Qualcomm und ZTE zusammen und erwartet die ersten Dongles für Notebooks im Juni 2014, Smartphones und Tablets sollte es im darauffolgenden Halbjahr geben. Das Modem muss Carrier Aggregation Combos beherrschen. CSL kombiniert jeweils 20 MHz aus dem LTE-1800-Band mit dem LTE-2600-Band. Wer das alte AWS-Band in den USA kennt, das die Deutsche Telekom (T-Mobile USA) dort verwendet, weiß, dass viele Gerätehersteller mit so einer Frequenzaufteilung Probleme haben. AWS-UMTS-Geräte benutzen zwei unterschiedliche Bänder für den Upload und den Download der Daten.

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Chiphersteller müssen also nicht nur zahlreiche LTE-Bänder unterstützen, sondern auch die Kombinationen beherrschen. Intel hat auf dem MWC 2014 das XMM7260 bereits als globale Lösung angekündigt. CSL konnte aber nicht angeben, ob diese kompatibel ist. Der Intel-Chip beherrscht mehr als 30 LTE-Bänder, LTE Advanced und kann 23 Carrier Aggregation Combos umsetzen. Der Chip wird im zweiten Quartal 2014 Smartphone- und Tablet-Herstellern zur Verfügung stehen, die ihn dann in ihren Designs umsetzen können.

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