LTE/5G: Wie die Bundesregierung Open RAN mit 2 Milliarden fördert

Jetzt ist bekannt, über welche Ministerien das im Sommer 2020 zugesicherte Geld gelenkt werden soll. Angeblich soll Open RAN digitale Souveränität bei 5G und 6G bringen.

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Open RAN war Teil der 5G-Initiative für Deutschland der Telekom
Open RAN war Teil der 5G-Initiative für Deutschland der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesregierung stellt zwei Milliarden Euro für den offenen Netzstandard Open RAN bereit. Dem Handelsblatt liegt ein Papier vor, das erstmals aufschlüsselt, wie die Fördergelder zwischen den zuständigen Ministerien verteilt werden sollen. Es gehe um "zukünftigen Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa", heißt es in dem Dokument von Bundesforschungsministerium, Verkehrsministerium, Wirtschaftsressort und Innenministerium.

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Die 2 Milliarden Euro wurden bereits im Sommer 2020 im Rahmen des Coronapakets beschlossen und stehen in einem seit Monaten öffentlichen Papier.

"Die aktuelle Debatte rund um Huawei und 5G hat gezeigt, wie stark unsere Netze von einer kleinen Anzahl von Herstellern abhängen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dem Handelsblatt. Deshalb strebe die Bundesregierung "technologische und digitale Souveränität" an. Die Open-RAN-Technologie biete die Chance dazu.

Die Komponenten und die Software für Open RAN kommen jedoch bisher fast ausnahmslos von US-Konzernen. Während bei den ersten Open-RAN-Einsätzen der Telefónica in Bayern von Dell Server, von Intel Prozessoren und von Xilinx programmierbare Schaltungen (FPGAs) geliefert werden, bietet Altiostar die Virtualisierungssoftware. Gigatera Communications liefert Antennen, Super Micro, ebenfalls Server und Red Hat Open-RAN-Controller.

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Auch im Festnetz setzt die Deutsche Telekom auf die offene A4-Plattform. In Stuttgart nutzt seit kurz vor Weihnachten der erste Kunde einen FTTH-Anschluss über die neue A4-Plattform. "Wir produzieren jetzt erstmals einen BNG auf Whitebox-Hardware und steuern diese über Software Defined Networking-Technologie. Das ist ein enorm wichtiger Schritt in Richtung zukünftiger Struktur unseres Breitbandnetzes", sagte Abdurazak Mudesir, verantwortlich für Services & Platforms und Access Disaggregation bei der Deutschen Telekom Technik. Die Carrier Software kommt hier von dem US-Unternehmen Rtbrick.

Die europäischen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone haben an diesem Mittwoch eine Partnerschaft zur Stärkung von Open RAN angekündigt und die Politik zur finanziellen Unterstützung aufgefordert.

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