LTE, 5G: Autobranche kritisiert mangelhaften Mobilfunkausbau

Die Autokonzerne drängen auf einen wirklich flächendeckenden Mobilfunkausbau. Doch was für ein Netz brauchen autonome Autos?

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Aus der Ferne sollen sich künftig Autos lenken lassen.
Aus der Ferne sollen sich künftig Autos lenken lassen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Beim Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8. September 2020 will die Branche auf einen beschleunigten flächendeckenden Ausbau der weiterhin lückenhaften Mobilfunknetze in Deutschland drängen. "Es geht - neben den aktuellen Herausforderungen bei Fahrzeugherstellern und Zulieferern - bei diesem Treffen im Schwerpunkt um Technologie- und Zukunftsthemen", sagte die Präsidentin des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, der Wirtschaftswoche. "Dazu gehören die Felder Digitalisierung und Automatisierung im Verkehr sowie Daten im Mobilitätssektor."

Müller betonte: "Für das vernetzte und automatisierte sowie autonome Fahren brauchen wir eine leistungsfähige digitale Infrastruktur auf Basis modernster Mobilfunkstandards nicht nur in Städten, sondern auch entlang der Landes- und Bundesstraßen, der Autobahnen sowie in Industrieregionen."

Auch die Datennutzung müsse verbessert werden, wenn die Menschen in Zukunft "nahtlos mobil" sein wollten, sagte Müller. "Damit die Verkehrsmittel besser ineinandergreifen können, werden auch Daten aus anderen Bereichen des Verkehrs benötigt. Dazu gehören der öffentliche Verkehr genauso wie die Daten aus der Verkehrsinfrastruktur", erklärte die VDA-Präsidentin. "Es geht um den Aufbau einer effizienten, verkehrsbezogenen datenübergreifenden Infrastruktur."

Generell wird jedoch davon ausgegangen, dass autonome Autos auch ohne Mobilfunknetz nur auf Basis ihrer Sensordaten sicher fahren können. Wenn sie von einer Situation überfordert sind, sollen sie zumindest einen "risikominimierten Zustand" herstellen können.

Für eine Fernsteuerung von überforderten Robotertaxis sollen etwa menschliche Fahrer aus der Ferne die Lenkung übernehmen. Dazu wäre zumindest ein stabiles und flächendeckendes LTE-Netz Voraussetzung. Der 5G-Chef der Deutschen Telekom, Alexander Lautz, sagte Anfang Mai 2019 auf einem Kongress in Dresden: "Das meiste, was ich hier gesagt habe, braucht kein 5G New Radio, vieles geht mit LTE."

VDA-Präsidentin Müller kündigte mit Ausblick auf den Autogipfel weiter an, dass die Branche trotz der coronabedingten Absatzflaute bis 2024 rund 25 Milliarden Euro in die Digitalisierung investieren werde.

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