LRO & Hakuto-R 2: Weltraumfoto von der Absturzstelle von Mondlandefähre

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat ihren Mondorbiter LRO (Lunar Reconnaissance Orbiter) über die Absturzstelle der japanischen Mondlandefähre Resilience (Widerstandsfähigkeit) fliegen lassen und ein Foto des Ortes veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .
LRO entdeckte eine dunkle Spur, welche die Landefähre beim Aufschlag hinterlassen hatte. "Der dunkle Fleck entstand, als das Fahrzeug flaches Regolith (Erde) ausgrub und neu verteilte; der schwache helle Halo resultierte aus Regolithpartikeln, die in geringem Winkel die empfindliche Oberfläche scheuerten" , erklärte der leitende Forscher Mark Robinson.
Die von dem japanischen Unternehmen Ispace gebaute Resilience hatte am 5. Juni 2025 versucht, im Zentrum des Mare Frigoris (Meer der Kälte) auf der Mondoberfläche zu landen, scheiterte dabei jedoch .
Das Mare Frigoris ist eine vulkanische Region, die von großflächigen Verwerfungen, den sogenannten Faltenrücken, durchzogen ist. Sie bildete sich vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren, als massive Basaltausbrüche tiefliegendes Gelände überfluteten. Als sich die Kruste unter dem Gewicht der schweren Basaltablagerungen verformte, bildeten sich Faltenkämme.
Kommunikation brach kurz nach der Landung ab
Kurz nach der Landesequenz von Resilience konnte das Mission Control Center von Ispace keine Kommunikation mit dem Raumschiff herstellen. Das Team stellte fest, dass die Landefähre wahrscheinlich verloren gegangen sei – eine Schlussfolgerung, die sich einige Stunden später bestätigte.
Bei der Landung ging auch der Tenacious Microrover verloren, ein kleines Fahrzeug auf Rädern, das in Luxemburg von der europäischen Tochtergesellschaft von Ispace entwickelt worden war. Dieser trug ein Kunstwerk an seiner vorderen Stoßstange: ein Mondhaus, das eine kleine Nachbildung der in Schweden verbreiteten rot-weißen Häuser darstellte.
Die Absturzstelle ist etwa 2,4 Kilometer von der geplanten Landestelle entfernt. Resilience war das zweite Mondlandegerät von Ispace. Die erste Sonde stürzte im April 2023 bei ihrem Landeversuch ab.