LPDDR5X: Apple setzt aufgrund der RAM-Krise auf Samsung

Samsung Electronics hat sich nach Medienberichten(öffnet im neuen Fenster) 60 bis 70 Prozent der LPDDR5X-Speicherlieferungen für Apples iPhone 17 gesichert. Das markiert eine deutliche Verschiebung in den Lieferbeziehungen des Smartphone-Herstellers.
Der südkoreanische Halbleiterkonzern wird damit zum wichtigsten Lieferanten von Low-Power-DRAM (LPDDR) für das neue iPhone-Modell. Das ist eine Veränderung gegenüber früheren iPhone-Generationen, in denen Samsung und SK Hynix ungefähr gleiche Anteile an Speicherbausteinen hatten.
Apple bezieht LPDDR von drei großen Speicherherstellern: Samsung, SK Hynix und Micron. Nach Patentstreitigkeiten zwischen Samsung und Apple ab 2011 erhöhte der iPhone-Hersteller 2012 die Liefermengen von SK Hynix.
Produktionskapazitäten bestimmen Lieferentscheidungen
Die aktuelle Liefervereinbarung scheint von praktischen Überlegungen angesichts der jährlichen Produktion von 230 Millionen iPhones getrieben zu sein. Da SK Hynix und Micron ihre Fertigungskapazität verstärkt auf High Bandwidth Memory (HBM) ausrichten, werden Samsungs DRAM-Produktionskapazitäten für Apples Bedarf interessant.
Berichten zufolge hat der Hersteller bei Samsung bereits erhebliche Speichermengen für das iPhone 18 angefordert, das im September nächsten Jahres erscheinen soll.
Größter iPhone-Arbeitsspeicher aller Zeiten
Die iPhone 17 Air-, Pro- und Pro Max-Modelle verfügen über 12 GByte LPDDR5X – die größte Speicherkapazität in der iPhone-Geschichte. Frühere iPhone 15- und 16-Modelle verfügten über 8 GByte LPDDR.