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Low-Code Association: Der Low-Code-Verband veröffentlicht Manifest mit 14 Thesen

Der Lobbyistenverband Low-Code Association e.V. möchte Low-Code vorantreiben. Gestartet wird mit Thesen und wenig Information.
/ Boris Mayer
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Ließen sich schon immer ohne Code "programmieren": VHS-Video-Recorder (Bild: Brad Montgomery via flickr)
Ließen sich schon immer ohne Code "programmieren": VHS-Video-Recorder Bild: Brad Montgomery via flickr / CC-BY 2.0

Der Low-Code Association e.V. scheint ein neuer Verband zu sein, der einen Paradigmenwechsel in der Softwareprogrammierung zum Ziel hat. Das Manifest(öffnet im neuen Fenster) genannte Programm besteht offenbar aus 14 Thesen, die "zum Jahreswechsel 2022/2023 von Mitgliedern und Freunden" des Vereins "gemeinsam erarbeitet wurden" .

Zu lesen gibt es in den aufgeführten Thesen zunächst das Übliche. No-Code sieht man "als eine besondere Ausprägung von Low-Code, gänzlich ohne Programmierung." Softwareentwicklung werde zehnmal schneller, maßgeschneiderter und "zunehmend mit interaktiven, visuellen und deklarativen Methoden aus vorgefertigten Programmfunktionen zusammengesetzt" . Man sieht einen komplett neuen Denkansatz und ein neues Tätigkeitsfeld von "nichtprogrammierenden Softwareentwicklern" .

Low Code sei bereits ausgereift

Die beiden letzten Thesen des Verbands lauten "Low-Code ist längst Realität, ausgereift und Stand der Technik" und "Low-Code muss zukünftig Teil der Strategie einer jeden Organisation werden." Einsetzbar ist Low-Code in fachlichen und technischen Themenfeldern wie "wie prozess- und datenorientierte Web- und App-Entwicklung, aber auch Künstliche Intelligenz, Schnittstellen- und Outputgenerierung, Prozesssteuerung und -automatisierung, Entscheidungsautomatisierung, Datenanalyse, Geodatenverarbeitung und vieles mehr." Weil es aber unterschiedliche Aufgabenstellungen und Anforderungen gäbe, existierten auch unterschiedliche Low-Code Technologien und Lösungsansätze. "Deshalb geht es nicht primär darum, sich für eine bestimmte Low-Code-Technologie oder -Plattform zu entscheiden, sondern ein Umdenken in der gesamten Organisation einzuleiten." Auch wenn man sich offenbar nicht festlegen möchte, steht für den Verein dennoch fest, dass das Manifest "auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel" sei. Doch die Anforderungen an ideale Low-Code-Developer setzt man hoch an: Diese "sind somit Projektmanager bzw. Projektmanagerinnen, Requirements Engineers, Software-Architekten, Frontend- und Backend-, UUX- und Qualitätssicherungsexperten in einer Person."

Wie neu der Verein genau ist, lässt sich leider nicht sagen. Man hat eine Webseite, eine Adresse, einen aus drei Personen bestehenden Vorstand und 14 Thesen, dazu noch eine Liste von neun Mitgliederfirmen. Die Historie(öffnet im neuen Fenster) spricht nur von dem Tag der Gründungsidee auf dem Berlin Low-Code Day 2019(öffnet im neuen Fenster) , ein Gründungsdatum aber wird nicht angegeben.


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