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Low Band: Bundesnetzagentur will 1&1 mehr Frequenzen verschaffen

1&1 kommt mit Frequenzverhandlungen bei Telekom , Vodafone und Telefónica nicht weiter. Nun will die Bundesnetzagentur langsam aktiv werden.
/ Achim Sawall
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Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller (Bild: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images)
Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller Bild: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images

Die Verhandlungen von 1&1 mit den anderen Mobilfunkbetreibern für die Mitnutzung der Frequenzen unterhalb von 1 GHz sind gescheitert. Wie die Bundesnetzagentur am 17. Februar 2026 bekannt gab, soll nun in einer Anhörung geklärt werden, ob die Regulierungsbehörde anordnen muss, dass einer der drei Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1 mindestens 2x5 MHz Low Band zur gemeinsamen Nutzung bereitstellt.

Bei dem Low-Band geht es um 700, 800 oder 900 MHz. Man habe die Infrastruktur schon, hatte 1&1-Chef Ralph Dommermuth im August 2025 erklärt : "Wir haben die Low-Band-Antennen an den Masten." Durch die Überlassung würde 1&1 beim National-Roaming Kosten sparen.

Telekom: "1&1 hat unsere Angebote nicht angenommen"

Eigentlich hätten die Verhandlungen bis Ende 2025 zu einem Ergebnis führen müssen. Nun hat die Bundesnetzagentur weitere sechs Wochen verstreichen lassen. Jetzt haben die Netzbetreiber einen weiteren Monat Zeit, um schriftlich Stellung zu nehmen.

1&1-Sprecherin Lisa Pleiß sagte Golem auf Anfrage: "Dieses Funkspektrum unterhalb von 1 GHz wird vollständig von Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone gehalten und ist für die Mobilfunkversorgung in geschlossenen Räumen sowie in der Fläche notwendig."

Telekom-Sprecherin Nicole Schmidt erklärte Golem, das Unternehmen habe "mit 1&1 fair und ergebnisoffen über eine kooperative, gemeinsame Nutzung von Frequenzen unterhalb von 1 GHz" verhandelt. "Im Laufe des Jahres 2025 wurden hierzu Gespräche geführt und konkrete Angebote unterbreitet. Diese Angebote wurden von 1&1 nicht angenommen" , erklärte Schmidt.


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