Love, Death & Robots: In Staffel 2 ist für jeden Geschmack etwas dabei

Andere Geschichten sind deutlich mysteriöser. So begegnen Kinder dem Weihnachtsmann, und am Ufer eines kleinen Fischerdorfs wird ein 70 Meter großer nackter Körper angespült. Hier spielt die Serie mit dem Element der Überraschung, mit dem Mysteriösen, mit dem, was auch klassische Comics wie die SF- und Horror-Geschichten des Verlags EC Comics ausgezeichnet hat.

Es kann schon mal makaber und schwarzhumorig enden, andere Geschichten wiederum regen zum Nachdenken an. Kurz gesagt: Die Mischung ist so divers, dass für praktisch jeden Geschmack etwas dabei ist.

Eigentlich war ein Film geplant

Dass es eine zweite Staffel von Love, Death & Robots geben sollte, war nach dem Start der ersten schnell entschieden, denn Netflix war sehr zufrieden damit, wie die erste Staffel aufgenommen wurde.

Der Streamingdienst nutzte die Show auch, um Nutzerverhalten zu studieren. So wurden die Episoden den Zuschauern zufällig in vier verschiedene Reihenfolgen präsentiert. Dabei gab es sogar den Vorwurf, Netflix würde die Reihenfolge danach auswählen, ob es den Zuschauer für hetero- oder homosexuell hielt, der Streamingdienst verneinte das aber natürlich.

Der Weg des Projekts zu einer Serie war nicht unbedingt geradlinig. Denn eigentlich wollte Miller einen Film machen, nicht unähnlich dem Zeichentrickklassiker Heavy Metal aus dem Jahr 1981. Diese Verfilmung auf Basis des Comicmagazins bot ebenfalls einen wilden Mix fantastischer Geschichten.

Die Idee eines Films geht auf Millers und Finchers gemeinsames Bestreben zurück - und zwar bis ins Jahr 2000. Damals sollte es noch ein Remake von Heavy Metal sein und wurde tatsächlich 2008 als Paramount-Produktion angekündigt. Die Finanzierung machte jedoch Schwierigkeiten und das Projekt schlief ein. Aber als Miller durch Deadpool plötzlich populär wurde, rief Fincher ihn an und sagte nur: "Okay, wir benutzen deine neu gewonnene Popularität, um unseren Anthologie-Film doch noch machen zu können."

Ein Format für junge Leute

Schon kurz darauf hatte Fincher aber einen Sinneswandel, ausgelöst durch seine gute Zusammenarbeit mit Netflix. Er wusste, dass er und Miller dort machen konnten, was sie wollten, zumal das gewünschte Format dem entspricht, wie viele junge Leute heute ihre Unterhaltung konsumieren: in kurzen Häppchen. Und das ist gelungen.

Love, Death & Robots ist perfekt für jeden Fan des Fantastischen, weil hier so viele unterschiedliche Spielarten geboten werden - und das nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Denn man setzt nicht nur auf Computeranimation, sondern auch auf klassischen Zeichentrick. Selbst Stop-Motion, also die Bewegung von Figuren per Hand, wobei man nach jeder kleinen Änderung eine Aufnahme macht, um dann durch die Aneinanderreihung die Illusion von Bewegung zu erzeugen, kommt in der Serie zum Zug - zumindest in der ersten Staffel.

Mehrheitlich ist es aber Computeranimation, auf die man zurückgreift. Die ist wirklich top, wobei der Stil variiert, so dass man auch beim neuen Schwung an Folgen das Maximum an Abwechslung geboten bekommt.

Schade, dass man diesmal mit nur acht Folgen vorliebnehmen muss. Die Laufzeiten variieren wieder - von 7 bis zu 18 Minuten. Aber man darf ja auf eine dritte Staffel hoffen

Die zweite Staffel von Love, Death & Robots ist am 14. Mai 2021 auf Netflix gestartet.

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 Love, Death & Robots Staffel 2: Wieder die perfekte Anthologie für Fans des Fantastischen
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sosohoho 24. Mai 2021

[...] [...] Was dann in etwa der gleiche Schnitt an guten Folgen ist. x-D

sosohoho 24. Mai 2021

Du vergleichst die 7-12 Minuten langen Folgen von LDR mit den 4-5 Mal so langen Folgen...

Phintor 16. Mai 2021

Jäger und Gejagte fand ich gelungen. Auch wenn die Geschichte im Grunde nur altbekannte...



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