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Louisville: Google Fiber reißt sein Gumminetz ab

Google Fibers Plan, in einer Stadt FTTH mit extrem flachem Trenching zu verlegen, endet mit Schadensersatzzahlungen. Das Unternehmen schnitt Gräben von fünf Zentimetern Tiefe, die mit einer gummiartigen Flüssigkeit gefüllt wurden. Doch Shallow Trenching kam wieder an die Oberfläche.

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Bericht von WDRB, Virtual Channel 41, eine mit Fox verbundene Fernsehstation, in Louisville, Kentucky
Bericht von WDRB, Virtual Channel 41, eine mit Fox verbundene Fernsehstation, in Louisville, Kentucky (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Google Fiber zahlt 3,84 Millionen US-Dollar an das Louisville Metro Government (LMG) im Bundesstaat Kentucky, um Schäden aus seinem missglückten FTTH-Ausbau in der Stadt zu beheben. Das gab die Regierung am Montag bekannt. Die Stadtverwaltung und Google Fiber einigten sich auf die Zahlungen, um die Verpflichtungen des Unternehmens aus dem Vertrag und den örtlichen Bestimmungen zu erfüllen, die die Wiederherstellung der Wegerechte erfordern, falls ein Diensteanbieter seine Tätigkeit in Louisville beendet.

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Unter Berufung auf technische Herausforderungen kündigte Google Fiber im Februar seinen Rücktritt aus dem Vertrag in Louisville an.

Die Zahlungen erfolgen über 20 Monate und decken die Kosten für das Entfernen der Glasfaserkabel und Dichtungsmittel von den Straßen. Sie betreffen außerdem das Fräsen und Pflastern, um Schäden zu beseitigen und die Entfernung der oberirdischen Infrastruktur.

Die Vereinbarung betrifft Netzwerkinstallationen in den Stadtteilen Portland, Newburg und den Highlands, wo Google Fiber Dienste anbieten wollte.

In Louisville versuchte das Unternehmen, Glasfaser mit flacherem Trenching als üblich zu verlegen. Ein Google-Fiber-Sprecher sagte, dass Gräben an Straßenrändern von nur fünf Zentimetern Tiefe gegraben wurden, die mit einer gummiartigen Flüssigkeit gefüllt wurde, die sich verfestigen sollte. Diese Methode sollte eine billigere und schnellere Alternative zu den Standardmethoden sein. Doch nach nur wenigen Monaten traten die Glasfaserkabel wieder aus dem Trenchingschlitz aus.

Laut den Informationen von Cnet war das Shallow Trenching eine Schlüsseltechnologie für Google Fiber, um die hohen Tiefbaukosten zu senken. Damit sollte ein stiller Neustart des FTTH-Ausbaus des Betreibers beginnen.

Google Fiber hätte nach eigener Aussage das gesamte Glasfasernetzwerk in Louisville neu verlegen müssen, um die gewohnte Servicequalität zu bieten, und "das wäre einfach geschäftlich nicht die Entscheidung für uns gewesen", erklärte der Betreiber. Das Trenching in anderen Städten erfolge nun wieder mit mehr Tiefe und der üblichen Verfüllung.

Google Fiber: Der Anfang vom Ende

Weil der Anbieter im August 2016 von den ursprünglich geplanten fünf Millionen Kunden fünf Jahre nach seinem Start noch sehr weit entfernt war, setzte die Konzernführung den Ausbau aus. Google Fiber kündigte im Oktober 2016 an, den Ausbau in zehn Städten zu stoppen oder zu pausieren und Beschäftigte zu entlassen. Der Ausbau in Huntsville (Alabama), San Antonio (Texas) und Louisville (Kentucky) sollte jedoch noch ausgeführt werden. Neun Prozent der rund 1.500 Beschäftigten wurden entlassen. Mehrere Hundert Beschäftigte wurden in andere Konzernbereiche versetzt.



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Frostwind 18. Apr 2019

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Anonymer Nutzer 17. Apr 2019

dann werde vernünftig und fahre kein motorad.

Ford Prefect 17. Apr 2019

Die 3,84 Mio fallen für den Rückbau an. Das Verlegen hat sicherlich einiges mehr gekostet.

Klausens 17. Apr 2019

Das war der, der zwar von Technik null Ahnung hat, aber die Kosten reduzieren muss. Und...


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