LTO-9: Fujifilms Magnetbänder sichern 45 TByte

Auf die LTO-9-Kassetten passen 18 TByte unkomprimiert und 45 TByte mit Kompression. Fujifilm setzt vorerst weiterhin auf Bariumferrit.

Artikel veröffentlicht am ,
Bandlaufwerke sind noch immer ein wichtiges Backup-Medium.
Bandlaufwerke sind noch immer ein wichtiges Backup-Medium. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Fujifilm hat die ersten Magnetbänder nach LTO-9-Standard veröffentlicht, die Ultrium9 Data Cartridge genannten Tapes speichern bis zu 45 TByte. Der japanische Hersteller wirbt damit, dass die Kapazität verglichen zu LTO-8-Modellen um 50 Prozent gestiegen ist, allerdings war einst eine Verdopplung der Speichermenge geplant.

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Die Ultrium9 Data Cartridge nutzen BaFe-Partikel (Bariumferrit) als Material zur Beschichtung der Bänder, so wie schon ihre Vorgänger. Laut Fujifilm können unkomprimiert 18 TByte gesichert und Daten mit 400 MByte/s übertragen werden, mit Kompression sind es 45 TByte und 1 GByte/s als Transferrate. Bei LTO-8 sind es 12 TByte mit 360 MByte/s und 30 TByte mit 750 MByte/s.

Gedacht sind die Magnetbänder für Cold Data, also Informationen, die einmal geschrieben und dann primär archiviert sowie nur noch gelesen werden. Diese Modelle werden als WORM-Typ (Write Once Read Many) bezeichnet, allerdings bietet Fujifilm auch eine Variante an, die mehrfach beschreibbar ist. Cold Data soll rund 80 Prozent aller Informationen ausmachen, die weltweit anfallen.

Preis pro TByte als starkes Argument

Zu den Preisen der Tapes hat sich Fujifilm nicht geäußert, üblicherweise stellen die niedrigen Kosten pro TByte neben der Kapazität an sich einen der großen Vorteile von Bandlaufwerken dar. Klassische 3,5-Zoll-Festplatten im Enterprise-Bereich sind deutlich teurer und Flash-Speicher-basierte SSDs sowieso, so dass diese trotz starken Preisverfalls für Backup-Anwendungen noch immer weniger gut geeignet sind.

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Die LTO-Roadmap sieht vor, dass mit der Gen10 die Speichermenge verglichen zu LTO-9 verdoppelt wird; selbiges gilt für Gen11 und Gen12 relativ zum jeweiligen Vorgänger. Komprimiert entspricht das dann bis zu 360 TByte für ein Magnetband, diese Kapazität lässt sich aber nicht mehr mit Bariumferrit umsetzen.

IBM und Fujifilm haben daher einen Tape-Prototyp für bis zu 560 TByte entwickelt, der mit Strontiumferrit (SrFe) beschichtet ist, da dessen magnetische Eigenschaften denen von BaFe überlegen sind. SrFe-Partikel sind mit einem Volumen von 900 nm³ deutlich kleiner als solche aus Bariumferrit, was die Kapazität steigert.

Golem hatte sich Bandmedien im Detail angeschaut und das Geoforschungszentrum in Potsdam besucht.

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thecrew 08. Sep 2021 / Themenstart

Yup... liegt nur daran.. das die Bänder (bzw das Laufwerk) eine "on the fly...

thecrew 08. Sep 2021 / Themenstart

Also ein 12 TB LTO Band kostet im Moment ca 70 Euro... Und das Laufwerk zwischen 2500...

MarcusK 08. Sep 2021 / Themenstart

das ist ja der Trick daran, es ist ein ASIC der dafür gebaut ist. Der ist meist sehr...

EWCH 07. Sep 2021 / Themenstart

dass LTO-9 (nicht LOT - die Ueberschrift ist falsch) mit 18TB kommen wird war schon lange...

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